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diese gedrückt wird/ so fließt das Blut stärker ab, und die-ser Abfluß wird auch außer dem Abgang des Urins wahr-genommen. Geschwüre der Harnrohre und übertriebenerBeyschlaf pflegen diesen Abgang vom Vlut zu erregen.
d.ebrigcns muß man das wahre Blut im Bodensatzewohl von der fiammenrothen Farbe desselben (§. <)9i.)zuunterscheiden wissen. Man muß bemerken,, daß oft der Ge-nuß von Himbeeren und den indianischen Feigen diesenrothen Bodensatz erzeugen kann.
Eine sehr allgemeine Bemerkung ist, daß jede schnelleVeränderung des Urins einen eben so schnellen Wechselder Stimmung der. Absonderungswerkzeuge anzeigt.In Krankheiten, wo der Urin bald blaß, bald siammen-roth; halb tri/be, bald klar; bald hypostatisch, bald^icht ist; da ist selten eine regelmäßige Kochung und Cri-sc zu erwarten, und solche Krankheiten pflegen stch ge-wöhnlich in die Länge zu ziehen.>aai.
Auch aus den Geruch des Urins muß man Rücksichtnehmen, um das Verhältniß seiner Bestandtheile und dieStimmung der Absonderungswerkzeuge beurtheilen zu kön-nen. Der Urin, den ein gesunder Mensch, bey mäßigerLebensart, des Morgens läßt, hat einen flüchtigen, thie-rischen Geruch, der von Ammoniak und der Phosphorich-ten Säure herrührt.
Je mehr thierische Gallerte und eigenthümlichen Harn-stoff der Urin unaufgelöst enthält, desto stinkender wird ^er.Daher riecht der Urin der Steinpatienten, derer Leute,die an Stockungen im Unterleibe und an Hä'morrhoidalbe-schwerden leiden, sehr übel. Oft zeigt auch dieser sehr üble,aashafte Geruch eine eigentliche Zersetzung aller Bestandtheileund eine Neigung zur Ausartung auch in andern Säften