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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
361
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vielmehr zur Verhüthung des Ausbruchs der Steinbe»schwerden bey.

997-Der Bodensatz scheint bisweilen Eiter und Jauche zuenthalten. Daß es wirklich diese Feuchtigkeiten sind, erkenntman theils aus den vorhergegangenen Zufällen der Ver-schwärung derHarnwerkzcuge, theils aus der Veymischungvom Blut, theils aus der gleichmäßigen Mischung diesesBodensatzes mit Wasser, wenn man fiüßiges Kali damitverbunden hat. Oft nimmt aber auch d r Schleim in denNieren und der Harnblase das äußere Ansehen des Eitersund der Jauche an, wo denn bloß die Symptome derStockungen im Unterleibe vorhergingen, und dieser Abgangperiodisch, ohne besonders üble Folgen, sich zeigt.998.

Ein blutiger Bodensatz im Urin fetzt mchrentheils einLeiden der Harnblase oder der Harnröhre voraus. BeyHämorrhoidalpatienten entsteht derselbe nach vorhergegan-genen heftigen Kolikschmcrzen und Schmerzen im Mittel-sieisch und in der Blascngegend, als stellvertretender Blut-fiuß für die Hämorrhoiden, und ist aus dem Zusammen-hange der Blasenvenen mit den Venen des Asters zu erklären.Er wechselt bisweilen mit dem Abgänge des Schleims ab.

So wird dieser blutige Bodensatz auch bey Entzündun-gen, Verschwörungen, Verletzungen der Harnblase, beySteinbeschwerden und in der Schwangerschaft vom Druckedes ausgedehnten Uterus auf die Blase entstehen. Biswei-len hat man selbst Askariden als Ursache desselben entdeckt.(Handb. der Pathol. Th. II. §. 159. i6v.)999.

Kommt das Blut des Bodensatzes aus der Harnröhre,so fehlen die Zeichen des Leidens der Harnblase. Der Schmerzhat an einer festen Stelle der Harnröhre seinen Sitz. Wenn