;ul Ausleerung vorbereiten. Der Zustand dieser Organehangt mit den Afftctionen der übrigen AbschcidungswerkMge durch Assoziation zusammen, und man ist also be-rechtigt, die allgemeinen Verhältnisse der Absonderungenim Körper aus dem Urin zu! beurtheilen. Dieß ist derwichtigste Gesichtspunct, aus welchem man den Urin inder Semiotik zu betrachten hat.
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Es ist aber nothwendig bey der semiotischen Untersu.
chung des Harns, mehrere Vorsichtsregeln zu benutzen,damit man seinen Werth als Zeichen nicht höher und nichtniedriger, als billig ist, anschlage.
». Die Untersuchung des Urins steht mit Recht de»übrigen Zeichen, nahmentlich den Veränderungen des Habitus , der Beschaffenheit des Pulses «c. nach. Denn dieAbänderungen, welche der Urin im kranken Zustande er.leidet, sind zu mannigfaltig, und hangen von zu sehr zu-fälligen Ursachen ab, als daß man die Untersuchung ta-mit anfangen dürfte.
2. Die chemische Analyse des kranken Harns muß.wenn er noch warm ist, vorgenommen werden. Die Bcobachtuug des Bodensatzes aber muß man ein Paar Stun^den, nachdem er gelassen worden, anstellen.
Z. Man wähle zur Untersuchung den Urin, welchervon dem Kranken in den Morgenstunden gelassen worden.Der Genuß der Nahrungsmittel und Getränke und an-dere Umstände, die den Tag über auf den Körper wirken,verändern den Urin am Tage zu sehr.
4. Der Kranke muß eine hinreichende Quantität Urin,wenigstens 3 bis 4 Unzen in ein gläsernes. Geschirr vonschicklicher Weite gelassen haben.
5. Der Urin muß in diesem Geschirr weder an einemzu heißen, noch zu kalten Orte, zwey Stunden lang ru»hig, gestanden liaben, und darf nicht geschüttelt werden.