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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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323
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in der Schwangerschaft diese Hartleidigkeit nicht unge-wöhnlich zu seyn.

In Krankheiten ist die Hartleibigkeit nicht selten ein Zu-fall, der ganz in der Ordnung ist, und gar keine üble Prog-nosen veranlassen darf. Erfolgen nähmlich starke Ausleerun-gen andere: Art, so ist begreiflich, daß diese zurückgehaltenwird: daher pflegen Leute, die stark schwitzen, hartleibig zuseyn. Auch ist begreiflich, warum Genesende gewöhnlichhartleibig sind, weil sie sich nähmlich noch nicht die nöthigeBewegung machen können, auch meistens an einer Schlaff-heit des Darmcanals leiden, die eine Folge der vorherge-gangenen Krankheit ist. Besonders psiegt man nach heftigenAnstrengungen der Gedärme, in Durchsällcn und Ruhicneine Neigung zur Hartleibigkcit zu bemerken, welche sichbey gehöriger Diät bald verliert.

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In allenhihigen Krankheiten ist die rohe Periode gemei-niglich mit Hartlcibigkeil verbunden, well der hestige Umtnebder Safte und die Spannung aller Theile keine regelmäßigeAbsonderung der stutzigern Daimsäfte gestattet. Je starker dieFieberhitze und je anhaltender sie ist, desto eher pflegt sich Hart-leibigkcit zu finden. So begreiflich diese an sich ist, so nachthci-lig wird sie durch Störung der regelmäßigen Verrichtungen,durch Verstärkung des gereihten, gespannten Zustandes derfesten Theile, folglich durch Hemmung der Kochung. Dahererfolgen oft die größten Unordnungen und die gefährlichstenSymptome, und man kann den Grad des Fiebers und die Hef-tigkeit aller Zufälle durch nichts so sicher maßigen, unddie Kochung so zuverläßig befördern, als durch Hebungdieser Hartleibigkcit.

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Wo indessen kritische Bewegungen nach andern Or-ganen entstehen, wo Ausschläge und Schweiße ersetzen,

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