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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
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da schadet die Hartleibigkeit nicht allein nichts, sondern sie ist,wie im naturlichen Zustande (§.883.) vortheilhastcr, als einfiiißiger Stuhlgang. Daher ist es in Ausschlagsfiebernbesser, wenn während des Ausbruches und der Eiterungoder Ausbildung der Exantheme der Stuhlgang hart und tro^«Jen, als wenn er dann sehr fiüßig ist.

892.In chronischen Krankheiten ist die Hartleibigkeit eben

so gewöhnlich als in hitzigen, und setzt dort entweder lln»thätigkeit des Darmcanals oder Zurückhaltung der stutzi-gern Säfte voraus. Aus der letztern Ursache entsteht sie beson-ders in chronischen .Nervenkrankheiten: sie begleitet die hyste-rischen und hypochondrischen Anfälle, und scheint manchenPatienten dieser Art besser zu bekommen, «ls ein stutzige rStuhlgang, weil die zurückgehaltenen Exkremente vielleichtdazu beytragen, den festen Theilen den nöthigen Grad«on Reih zu geben.

8YZ.Eigentliche Verstopfung, oder völlige Hemmung des

Stuhlganges ist immer ein sehr widernatürlicher Zustand,und man muß aufs sorgfältigste die Ursachen desseben zu erfor-schen suchen, weil er in wenigen Fällen ohne großen Nach-theil der Gesundheit ertragen wird, und oft selbst dem Lebennachtheilig werden kann. Es hat zwar Leute gegeben, diebey einer gänzlichen Verstopfung Monathe, ja Jahre langgelebt haben. (Neue Samml. mediz. Wahrnehmungen,Th. i.S. 42s.) Allein dergleichen seltene Fälle beweisen nur,daß die menschliche Natur sich an die sonderbarsten Abwei-chungen vom natürlichen Zustande gewöhnen kann.

894.

Bey einer hartnäckigen Verstopfung des Stuhlganges

muß zuerst untersucht werden, ob nicht ein örtlichesHinderniß im Darmcanal und im After zugegen ist.Daß dieß Hinderniß seinen Sitz im After hat, wird man