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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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322
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Empfindlichkeit der Magengegend, durch die Unfähigkeit desMagens, das Geringste bey sich zu behalten, durch die hefttigstcn, brennendsten Schmerzen im Magen, und durch dasmit dieser Krankheit verbundene, offenbar entzündliche Fieber.

Siebentes Capitel.

Von den Fehlem des Stuhlganges.

I. Von der Hartleibigkeit und Verstopfung.

8U7.

Die regelmäßige Eröffnung des Stuhlganges ist eine zurErhaltung der Gesundheit nothwendige Ausleerung, weileine Menge nicht assimilabler Stoffe durch den Darmeanalausgcft.hrt werden. Findet diese Ausleerung nicht gehörigoder um selten Statt, und smd die Exkremente ungewöhnlichtrocken, so nennt man diesen Fehler Hartlcibigkcit; Versto-pfung aber, wenn diese Ausleerung gänzlich gehemmt ist,888.

Ein gewisser Grad der Hartleibigkeit besteht mit derGesundheit. Wenn nähmlich durch starke Bewegungendes Korpers die fiüßigern Säfte zur Haut geleitet werden ;so pflegt der Stuhlgang nicht so fiüßig zu seyn: ja oftentsteht davon eine solche Trockenheit der Exkremente, daßsie schon deßwegen Harllcibigkeit erregen, ohne daß derMensch krank würde.

Auch ist belannt, daß Leute, die eine sehr straffeoder steife Beschaffenheit dor Fasern im natürlichen Zu-stande haben, gewöhnlich hartleibig sind, ohne davongroße Beschwerden zu empfinden. Ja solche Personenhaben oft eine dauerhaftere Gesundheit, als andere, diewegen Schlaffheit ihres Darmcanals, beständigen fiüßi-gen Stuhlgang haben. Auch pflegt in» hohen Alttr und

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