Druckschrift 
Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
320
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Erbrechen »o« reiner, ungemischter Galle, als consensuel-ler Zufall. War im Anfange der -Brustentziindunq keinegallichte Verwicklung zu bemerken; so entsteht dieß Erbre-chen im Verlaufe der Krankheit auch nur von der Theil-nahme der Leber und des Magens an dem gereihten Zu-stande der Lungen, und erhöht die Gefahr der Krankheit.88..

In der Leber liegt oft der Grund des consensuel-lcn Erbrechens. Entzündungen dieses Organs wirkenauf den Magen, und verursachen widernatürliche undumgekehrte Bewegungen desselben, die in diesem Fallenur die Gefahr der Krankheit erhöhen. So p<legen auchGallensteine, wenn sie sich durch die Gallengänge drän-gen, dieselbe Assection des Magens hervorzubringen:auch Verhärtungen und Geschwüre in der Leber habe«ein anhattendes Erbrechen oft zur Folge.

882.

In den Gedärmen muß man den Grund, des eonsen-suellen Erbrechens sowohl im hitzigen als langwierigenZustande suchen. Ruhren, Darmentzündungen und Kind-bettsieber veranlassen einen solchen consensuellen Neitz,des 'Magens, daß dadurch ein äußerst heftiges Erbre-chen einer rohen, gewöhnlich grün gefärbten Galle ent-steht. Auch in diesen Krankheiten ist das Erbrechen je-desmahl nachtheilig, wenn nicht die gallichte Verwicke-lung vom Anfange an ausgemacht ist.

Im chronischen Zustande enthalten die Gedärmeden Grund des Erbrechens, wenn entweder Würmer,oder Verhärtungen, oder langwierige Stockungen darinvorhanden sind. Verhärtungen der Gedärme erregendas chronische Erbrechen, wenn dasselbe erst mehrereStunden nach den» Genuße der Speisen erfolgt, wennder Speisebrey schon Verändert, und mit einer Menge

braun