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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
318
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heftigen Leidenschaften entstanden find/ und sich durch dieseAusleerung sogleich endigen, davon ausnehmen muß.U7S.Auch auf die Erscheinungen, die sich nach dem Erbre-chen zeigen, muß man aufmerksam seyn, um das kritische,erleichternde Erbrechen von dem symptomatischen und na«l--Heiligen zu unterscheiden. Hören die Angst, der Ekel, Uekrampfhaften Bewegungen nach dieser Ausleerung auf;wird der Kranke ruhiger, verfällt er in einen sanften Schlaf,mit welchem die Ausdünstung verstärkt wird und der Urinimmer mehr Bodensah bekommt, so ist das Erbrechen kritisch.Je mehr aber die Angst, die Magenschmerzen, Krämpfe undunruhige Bewegungen nach dem Erbrechen fortdauern oderzunehmen, desto bedenklicher muß es seyn.

Das materMe Erbrechen ist aber ein übler Zufall, wennoer Reitz durch die widernatürlichen Bewegungen nicht fort-geschafft wird, sondern diese vielmehr durch jene Bewe-gungen verstärkt werden. Dieß ist der Fall bey Vergiftun-gen, bey Geschwüren des Magens und bey dem Reihe,der im chronischen Zustande von dem einwärts gekehrtenschwertförmigen Knorpel entstehet. Man muß auf das ge-naueste diese Ursachen auszumitteln suchen, weil das vondenselben herrührende Erbrechen gewohnlich unheilbar ist.

«77.Besonders wichtig ist das langwierige und immer wie«

derkehrende Erbrechen von Verhärtung der Speiseröhreund des Magens. Ist der Sitz der Verhärtung in derSpeiseröhre, so erfolgt das Erbrechen gleich mit der Be-mühung hinterzuschlingen; oder, wenn die verhärtete Stel-le tiefer nach dem Magenmunbe zu ist, so werden die E Pri-sen zwar bis dahin gebracht, aber dann gehen fe nichtweiter: es entstehet mit heftigem Schmerz ein Wür-