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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
317
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tig, daß wir dieß Verhältniß in vorkommenden Fällen aufsgenaueste zu bestimmen suchen, um nicht auf einer unrich-tigen Diagnosis eine ganz falsche Curmethode zu gründen.872.Das kritische Erbrechen muß zuvörderst aus den vorher-gegangenen Zufällen und aus der Natur der Krankheit be-urtheilt werden. Außer den Gallenßebern wird das Er-brechen auch in Schleim-, katarrhal - und rheumatischenFiebern erleichternd seyn, besonders wenn vorher auf derZunge ein lockerer, gelblicher Ueberzug war, wenn Ekel,Aufstoßen, Volle und Weichheit in der Herzgrube voraus-gingen, wenn die Haut vorher von einem warmen Dunstefeucht war und der Urin ein Wölkchen bekam, welches sichleicht zu Boden legte, wenn endlich das Fieber deutlich«achließ, ehe.es zum Erbrechen kam.

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Je weniger deutlich dagegen der gallichte, katarrhali-sche, fchleimichte und rheumatische Charakter des FieberSist, je reiner die Zunge oder je zäher der Ueberzug dersel-ben, je trockener und gespannter die Haut, je blaßer undwässerichter der Urin, je heftiger das Fieber und die übri-gen Zufälle desselben vor dem Erbrechen waren, desto mehr«ist das Erbrechen als bloß symptomatisch zu betrachten.

Dann kommt es auf die Beschaffenheit der ausgebro-chenen Materie an. Das kritische Erbrechen leert entwe-der bloß den rohen Speisedrei) oder Galle mit Schleimgemischt aus. Neine, besonders ausgeartete Galle, unver-mischter, zäher Schleim werden sehr selten mit Erleichte-rung ausgeworfen, weil keine Verarbeitung derselben vor-ausgegangen. Uebrigens verstehet sich, daß hier von aus-gebildeten hitzigen Krankheiten die Red» ist, und daß manUnpäßlichkeiten, die von Uebelladung des Magens/ von