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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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315
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be bey leerem Magen; daher kann man ihn sehr mildern,wenn die Schwangere noch vor dem Aufstehen, bald, nach«dem sie erwacht ist, etwas stutzige Nahrungsmittel zu sichnimmt.

855.Der aussagende Konsens, worin der Magen mit derOberssäche des Körpers sieht, erzeugt den Ekel bey jederheftigen, besonders krampfhaften Affection der Haut. Blo-ße Erkältung, Rheumatismen, mangelhafte Ausbildung derErantheme und der Gicht erregen einen heftigen Ekel,der, wenn er fortdauert, eben so leicht in allgemeine krampsthafte Zufälle übergehen, als die Ausbildung jen^r Hautzu-falle wieder befördern kann. Daher hat man in Ausfchlags-fcbern besondere Aufmerksamkeit auf den im Verlaufe hin^zu tretenden, heftigen Eckel zn wenden.856.Daß der Ekel, ohne allen materiellen Eindruck, »omMangel an Reißen, von widernatürlicher Erregung, einerFolge der Schwäche, entstehen kann, erhellet aus der ge-wöhnlichen Erscheinung desselben, während eines heftigenHungers. Dabey ist indessen noch zweifelhaft, ob mannicht auch auf d»n Reih des vielleicht schärfer gewordeneuMagensaftes Rücksicht zu nehmen hat.8H7.In hitzigen Krankheiten wird ein anhaltender Ekel,oft mit beständigen Schaudern verbunden, den nervösenZustand ankündigen, oder er ist wenigstens ein Zeichender Langwierigkeit der Krankheit, die durch die. fruchtlo-sen Bestrebungen veranlaßt wird. Im schleichenden Ne«-vensteber ist es besonders nicht ungewöhnlich, einen un-aufhörlichen Ekel zu finden, der endlich in die offenbar-sten Zufälle der Schwäche übergeht.