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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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314
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übrigen Zeichen der vorhandenen gastrischen Unreinigkeiten,so hat in gewöhnlichen Fällen der davon entstandene Ekelkeine üble Bedeutung. Er gehet oft, sich selbst überlassen,in erleichterndes Erbrechen über.862.

Aber es gibt auch einen materiellen Ekel von chroni-scher Art, der schlimmere Bedeutungen hat. Verhärtungendes Magens, Geschwüre in demjelben pflegen einen unauf-hörlichen Ekel hervorzubringen, der auch in Erbrechen«hergehet, und meistens völlig unheilbar ist.U6z.

Was den consensuellen Ekel betrifft, so findet sich die-ser zuvörderst bey Abdominalreihen ein, wenn Stockungenim Unterleibe oder Würmer zugegen sind, wodurch sympa-thisch die MageNneruen affieirt werde,:. Die Unterdrückungdes Monathlichen, gichtische und hype,yondnsche, fcrophu-löse Stockungen im Unterleibe erregen hausig einen Ekel,den man bisweilen als kritisch betrachten kann, weil durchdiese Anstrengung, wenn sie öfter wiederkehrt, Bewegun-gen entstehen, welche den Forttrieb der stockenden Säftebefördern können. Darauf beruht der Nutzen der Ekeler-regenden Mittel in eingewurzelten chronischen Krankheiten,welche mit Stockungen im Unterleibe verbunden sind.L64.

Auch bey Darmbruchen zeigt sich der Ekel als Zufall,wenn eine Einklemmung erfolgt, oder der »«gefallene Dannnur zu sehr ausgedehnt und gereiht wird. So hat manauch einen heftigen Ekel in den Anfällen der Steinbe-schwerden bemerkt.

Hierher gehört der in Schwangerschaften so gewöhn-liche Elel, welchen man hauptsächlich aus der Mitleiden-schaft des Magens mit dem durch die Bildung der Frucht«atzten Uterus herleiten muß. Am stärksten ist dersel-