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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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310
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ter fruchtlosen Anstrengungen dabey zugegen sind. Nach-teilige Umwandlungen und Versetzungen der Krankheitkennen, «umahl in Ausschlagsfiebern, durch diesen heftigenDurst vorbedeutet werden.

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Am gefährlichsten ist der Durst in hitzigen Krankheiten,wenn er mit einem toniföen Krampfe im Ecklundkopfeverbunden ist, der das Niederschlugen der Fliißigkeit ganz«lich hindert. Oft ist mit dem Durste selbst ein wahrer Ab»s»cu vor al^en Flü^iakeiten Zugleich vorüanden, worausman allemahl die übelsten Prognosen des zerrütteten gemein-schaftlichen Empsindungswerk euges herleiten muß. (H.63l>)86".

Im chronische« Zustande ist der anhaltende, sehr hef-tige Durst meistens ein Zeichen innerer Entzündungen,wenn besonders die Verrichtungen ewes einzelnen Organsanhaltend gestört Im''. So wird m>in in der Gelbsucht undWassersucht auf langwierige Entzündung der Leber und an-derer Eingeweide des Unterleibes schließen können, wen»mit gestörten Verrichtungen dieser Eingeweide ein unauf-hörlicher Durst Statt findet.

Aber auch ein krampfhafter Zustand kann in chroni-schen Fällen den widernatürlichen Durst veranlassen. R i ch-t er bat vortrefflich erwiesen, daß es eine veränderliche Artvon Wassersucht gibt, die bloß von gereihter, krampfhafterAffection der Saugadern herrührt, die besonders bey gich-tischen, dem Rheumatismus unterworfenen Menschen ha'u-fg ist, und in dieser ist, ohne Störung der Verrichtungeines einzelnen Organs, der anhaltende Durst ist ein sehrgewöhnlicher Zufall. (Mediz. Bemerk. S. 273. f.)

Auch bey Wurmbeschwerden pflegt der widernatürliche.Nüchterne Durst ein gewöhnliche? Zufall zu seyn, und e»