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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
309
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Grade der Krankheit angemessen, und vorzüglich heftig pficgter im Anfange und in der rohen Periode zu seyn. Stimmter hier mit andern Symptomen des gereihten Zu»siandes iiberein, so ist er so bedenklich, daß vielmehr durchdie hinreichende Befriedigung desselben die Kochung vorbe»reitet werden kann.

848-Vorzüglich wohlthätig wird der Durst, wenn er beyhinreichender Thätigkeit der Kräfte sich mit der Verstär-kung der Hitze gegen Abend vermehrt, wenn er sich ineiniger Zeit durch hinlängliches Getränk stillen läßt, wenner dann in Feuchtigkeit der Haut und ruhigen Schlaf über-geht. Auf einen solchen wahrhaft kritischen Durst folge»oft die besten Entscheidungen.

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Aber wenn der Durst in fieberhaften Krankheiten un-auslöschlich ist, sich auch in den Nachlässen und in denMorgenstunden findet; wenn die Zunge beständig trockendabcn bleibt, und der Urin wohl gar eine blasse, wässc-richte, oder eine feurige Beschaffenheit annimmt; so mußman den Durst als Symptom eines krampfhaften oder ent-zündlichen Zustandes betrachten, und seine Bedeutung wirddesto übler seyn, je anhaltender und unauslöschlicher er ist.

Verborgene und passiv« Entzündungen, die als Sym»ptome zu hitzigen Fiebern sich gesellen, geben sich oft haupt-sächlich nur durch diesen trockenen, anhaltenden und unaus-löschlichen Durst zu erkennen.85o.

Jeder heftige Durst, der nach vorhergegangenen Aus«leerungen, und besonders in den folgenden Perioden fieber-hafter Krankheiten entsteht, wo schon mehr Nachlaß undRegelmäßigkeit erfolgt seyn sollte, ist mißlich, zumahl,wenn öftere Schauder, heftige Hitze, oder ähnliche Zeiche»