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Da die naturliche Eßlust mit keinem beschwerlichenGefühle verbunden ist, im Gegentheil die Empfindung desWohlseyns mehrentheils mit sich führt; so ist auch diesernatürliche Appetit in den meisten Krankheiten ein Zeichender geringern Gefahr, und besonders wohlthätig ist er beyder Abnahme der Krankheiten und in der Periode der Ge-nesung, wo die Befriedigung desselben zur Wiederherstellungder verlernen Kräfte das Meiste beyträgt.N3y.
Es gibt indessen Krankheiten, wo die natürliche und«nverletzte Eßlust mit sehr gefährlichen Zufällen besteht, undalsdann durch diesen Widerspruch die Prognosis noch üblermacht. Dieß gilt besonders von Auszehrungen, in derenlel-tem Zeitraume noch der Appetit so natürlich zu sep«Pflegt, als in gesunden Tagen. Auch findet sich gegen dasEnde mancher hitzig« Krankheit« ein natürlich« Appetit«in, der destomehr in Erstaunen setzt, je sichtbarer der gänz-liche Verlust der Kräfte schon vorher war; auch vsiegt oftder Tod sehr bald nach der Befriedigung dieser wieder-kehrenden Eßlust zu folgen.
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Der Mangel des natürlichen Appetits ist ein in denmeisten Krankheiten so gewöhnlicher Zufall, daß man ihnunmöglich geradezu für ein übles Zeichen ausgeben darf.Die natürliche Abscheidung des Magensaftes, die Stim-mung der Magennerven muß in den meisten, besondersfieberhaften Krankheiten so verändert werden, daß derAppetit dabey verloren geht. Dieß ist vorzüglich im An-fange fieberhafter Krankheiten der Fall, wo, wegen derunruhigen Bewegungen und des beschleunigten allgemeinenUmtriebes der Säfte, die Absonderungen gestört und un>«erdrückt werden. Daher bleibt der Mangel des Appetitsin allen Fiebern bis zum Stande der Krankheit, und j«