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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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307
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heftiger die Fieberbewegungen sind, desto mehr ist dieserZufall in der Ordnung.

84».

Aber wenn der gänzliche Verlust des Appetits, ohneheftige Fieberbewegungen, über die Periode der Rohigkeithinaus fortdauert, und mit den Zeichen der Schwäche ver-bunden ist; so erhöht er die Gefahr der Krankheit. Nerven-und Schleimfieber ziehen sich wenigstens in die Länge, wennder Kranke die gewohnliche Eßlust gänzlich verloren hat.

Eben so muß man auch in chronischen Krankheiten urthei-len. Der gänzliche Verlust des Appetits begleitet hier sol-che Uebel, die ihren Grund in einer Atome des Magenshaben, und läßt fürchten, daß sie sehr hartnäckig der gründ-lichen Cur widerstehen werden. Dieß ist besonders in derGicht der Fall, wenn dieselbe, nicht gehörig ausgebildet,die Organe der Verdauung angreift und schwächt»L42.

Nach überstandenen schweren Krankheiten findet sich inder Regel der Appetit bald wieder ein. Bleibt er aber gänzlichaus, so beweiset dieß den Mangel an Reconvaleszenz, und esfind meistens Rückfälle oder Nachkrankheiten zu fürchten.

Ein zu starker Appetit mit unangenehmen Gefühlen imMagen und mif Neigung zu Ohnmachten verbunden, wirdHeißhunger genannt. Wir finden diesen Zufall besonders häu-fig, wo die Ausartung des Magensaftes und die widernatür-li^e Reitzbarkeit des Magens offenbar sind. Tie letztere hängtoft von einer allgemeinen Verstimmung des Nervensystems ab.

«44.

Der widernatürliche Zustand dei Nervensystems ist beydem Heißhunger nicht zu verkennen wenn derselbe sich zuhitzigen Krankheiten als Zufall gesellt. Er ist da oftmit einem heftige,, Erbrechen und mit einer Ausartung

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