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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
265
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neu Statt findet, die Kräfte nicht erschöpft und mit denübrigen Erscheinungen der vermehrten Anstrengung des Kör-pers verbunden ist. Tritt der Schmerz also in äußern Thei-len mit der Fieberhitze ein, und verschwindet mit derselben;bleibt während desselben der Puls groß, voll und start;wird, so wie er abnimmt, die Haut feucht und der Urinhyvostatisch, so kann man ihn selbst als wohlthätig betrach-ten, da durch dieß erhöhte Gefühl die Thätigkeit der Ge-fäße in dem schmerzenden Orte vermehrt und die Ausscheiddüng verstärkt wird.

728-Je weniger fix und heftig der Schmerz ist, je mehr er

herumzieht, desto gefahrloser ist er. Nicht bloß rheumati-sche Fieber fangen sich mit solchen umherschweifenden Schmer-zen der äußern Theile an, sondern auch viele andere hitzigeKrankheiten Pflegen in ihrer ersten Periode, als Folgen dervermehrten Anstrengungen, Schmerzen in den äußern Thei-len zu Begleitern zu haben.

'729.

Auch gegen das Ende hitziger Krankheiten sind bis-weilen die Schmerzen in den äußern Gliedmaßen heilsam,indem sie die bevorstehenden Vollendungen der Crisen durchSchweiße und Eranthcme ankündigen.

Eben so ist es auch sehr gut und heilsam, wenn hef-tige Schmerzen in äußern Theilen aufSchmerzen und Ver-letzungen der Functionen innerer und edler Organe folgen.Aufdlese Art entscheidet sich oft die gefährlichste Bräune durchSchmerzen in den äußern Theilen des Halses; die Zufälleder atonischen Gicht verlieren sich, wenn heftige Schmer-zen in den Gelenken ausbrechen.7Zn.

Wenn man in hitzigen Krankheiten Entzündungen ed-ler Organe fürchtet, so sind Schmerzen in denselben zwarnicht an sich wohlthätig, aber sie beweisen doch Fortdauer des