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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
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264
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ziindung der Gedärme führt, und die Gefahr ist dann de-sto großer, je weniger, wegen Schwache der Kräfte, derSchmerz sich durch Heftigkeit auszeichnet.724.

Im chronischen Zustande ist zuvörderst das Jucken undKribeln ein gichtischer Zufall, und zeigt sich besonders inder atonischen Gicht, wo es die Krämpfe und andere Fol-gen der herumirrendcn Gicht zu begleiten Pflegt.

Auch begleitet es, wie bekannt ist, chronische Ausschlä^ge, besonders Flechten und Krätze.

Oft setzt das Jucken einzelner Theile einen eonsensuel-len Reih voraus, wenn es sich zumahl in der Eichel desmännlichen Gliedes, und in der Nase zeigt. Im erster«Falle hängt es nähmlich von Steinbeschwcrden und vonStockungen im Unterleihe, im letztern Falle ebenfalls vonAbdominolreitzen und vom widernatürlichen Andränge desBlutes zur Nase ab, welcher in Nasenbluten übergehen kann.

L. Vom Schmerz als Zeichen.

». llebelhaupt.

726.

Da der Schmerz in einem erhöhten Gefühle bestehet,welches mit der Furcht vor Berührung »»bunden ist, sHandl».derPathol. Th. I.§. 2Z». 2Z>.) so muß eine jede Krank-heit schmerzhaft seyn, bey welcher die Anstrengungen desKörpers und seiner einzelnen Theile vermehrt sind. DerSchmerz ist demnach, wie auch die Erfahrung lehrt, einsehr gewöhnlicher Zufall, und kann auf keine Weise fürsich bedenklich seyn.

727.

Im Gegentheil wird man den Schmerz als ein gutesZeichen ansehen können, wenn er in nichtsehr edlen Orga-