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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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Bewußtseyns und der Thätigkeit der Kräfte; da, wenn dieSchmerzen in diesen Krankheiten gar nicht gefühlt werden,völlige Bewußtlosigkeit und tödtliche Erschöpfung der Kräf-te vorhanden sind.

Schmerzen in gelähmten Gliedern zeigen meistens Wie-derkehr des Gefühls an, wenn dasselbe nähmlich in der voll-kommenen Lähmung vorher erloschen war, »nd wenn jetztzugleich mit den Schmerzen Hitze und verstärkte Ausdünstungin dem Gliede bemerkt werden. Eine Ausnahme davonmacht die Lähmung, welche sich zur Rhachialgie oder zurVlenkoli? gesellt, wo mit den heftigsten Schmerzen dennochdie partielle Lähmung der Muskelkraft fortdauert. , -.

?32.

Aber die Schmerzen sönnen auch eine sehr üble Pro-gnose gewähren, wenn sie sehr f« sind, beständig anhalten,oder cn Stärke zunehmen, ein edles Organ betreffen, unddie Verrichtungen desselben gänzlich hemmen. Durch dasununterbrochene Anhalten des Schmerzes wird die Lebens-kraft erschöpft, und eben so werden auch durch die zu großeHeftigkeit derselben die Kräfte untergraben,-und Unordnun-gen von mannichfaltiger Art im Körper veranlaßt; daherkönnen Wahnsinn, Zuckungen, nachtheilige Eongesiionenund Entbindungen Folgen des heftigen und anhaltendenSchmerzes seyn; daher muß in schmerzhaften Krankhei-ten das Geschäft der Kochung so lange unterbrochen wer-den, bis der Schmerz anfängt nachzulassen.

7ZZ.Insbesondere führt ein heftiger und anhaltender Schmerz,der die Verrichtungen des Theiles gänzlich hemmt, auf Ent-zündung des letztern, wenn der Charakter des begleitendenFiebers, wenn die Beschaffenheit des Pulses, Urins, derZunge und andere Zeichen damit übereinstimmen.