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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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249
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barkeit, das Auffahren im Schlafe so gewöhnlich, daß es injedem leichten Fieber, bey jeder Zahnbeschwerde, wie beyWürmer, als Zufall vorkommt.

Findet sich im Anfange hitziger Krankheiten und währenddes Anfalles selbst dieß Auffahren, so muß man es aus demallgemein gereihten Zustande des Körpers erklären, und eshat auch da keine gefährliche Bedeutung. Aber im Verlaufeder Krankheiten, wo schon mehr Regelmäßigkeit der Kräfte,oder selbst scheinbare Entscheidungen sind, zeigt es sehrnachtheilige Krämpse an, und man hat alsdann Ursache,Umwandlungen der Krankheil zu fürchten.

In chronischen Krankheiten geht das Auffahren imSchlafe vor den Anfällen der Nervenübel her, und kündigtdie Parorismen der Epilepsie, des Schlagfiußes und andererNervenkrankheiten an. In der avovleltischen Anlage ist esvorzüglich mit einer eigenen Täuschung verbunden, als ob derKranke von einem heftigen Blitze aufgeschreckt wurde, manmuß daraus auf gewaltsamen Andrang des Blutes nach demKopfe schließen.

666.

Träume sind Folgen des unruhigen Schlafes, und ent.

stehen von der Fortdauer der innern Thätigkeit des Seelenorgans, ungeachtet die äußern Empfindungen ruhen. Siezeigen nicht allein einen unruhigen Umlauf des Blutes,sondern überhaupt einen gereihten Zustand des Systems undwidernatürliche Erregungen an, die auch während der

Ruhe thicri,chcr Verrichtungen fortdauern.b8y.Um die Bedeutungen der Träume aus vernünftigen

Gründen einzusehen, muß man auf den vor dem Ein-schlafen stattgefundenen Zustand des Geistes und Kör-pers Rücksicht nehmen. Erregte Leidenschaften, starke