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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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245
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merklich geändert: die Angenlieder find geschwollen, undder Kranke liegt in widernatürlichen Stellungen, aufdem Bauche, oder mit hinten übergcbogencm Kopfe. Mankann ihn entweder gar nicht, oder nur mit großer Mühe«uis dem Schlafe ermuntern: er fühlt sich beym Erwachengar nicht erquickt, sondern ist betäubt und matter als zuvor.

H74.

An sich ist das viele und lange Schlafen in Krankheitennicht bedenklich, wenn keine üble Zufälle dasselbe begleiten.Gewohnheit im natürlichen Zustande, Fettigkeit undSchlaffheit des Körpers, äußere Hitze oder sehr heftigevorhergegangene Anstrengungen durch Schmerzen, Krämpfe,Fieberanfälle, starke Ausleerungen, sind oft die Ursachendieses vielen und langen Schlafes. Ost ist auch die Hef-tigkeit der Krankheit selbst oder die starke Einwirkungder Krankheitsursache der Grund dieser Erscheinung:daher hat man sich nicht darüber zu wunde«,, wenn manchehitzige Krankheiten mit tiefemund langem Schlafe anfangen.675.Ist der Schlummer nur nicht nüt üblen Zufällen ver»bunden; so kann man ihn als entscheidend betrachten,wenn er nach heftigem Fieberwahnsinne, nach Zuckungen,heftigen Schmerzen und starken Ausleerungen in hitzigenKrankheiten folgt. Nervensieber, die mit dem fürchterlich-sten Wahnsinne verbunden waren, kommen oft glücklichzur Entscheidung, wenn nur ein tiefer, ruhiger Schlafmit verstärkter Ausdünstung eintritt; mag derselbe auchüber die gewohnliche Zeit fortdauern. Man sieht oft dar-nach Parotidengeschwülste auftreten, den Urin einen kritischenBodensatz bekommen, erleuchternde Schweiße ausbrechen.67h.

Auf ähnliche Art wird man auch in entzündlichen,chemnatischm und katarrhalischen Fiebern, wenn sie