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Nichts ist gewöhnlicher, als daß die Folge einer langedauernden Schlaflosigkeit Wahnsinn und ,'ndere Ncrvenzu-fälle sind. Man sieht daher in' Nervensiebern gewöhnlicheine' beschwerliche Schlaflosigkeit vor dem Ausbruche derZuckungen und des heftigsten Wahnsinns hergehen: mansieht überhaupt plötzliche und bedenkliche Umwandlungen
der Krankheit häusig auf die Schlaflosigkeit folgen.
672.Je mehr Beweise von Schwache, je mehr beschwer-liche Gefühle bey der Schlaflosigkeit gegenwärtig sind,desto bedenklicher ist sie. Daher sind Täuschungen der inner»und äußern Empfindungen, Angst und Unruhe, Schauderund Zittern der Gliedmaßen bedenkliche Begleiter derSchlaflosigkeit.
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Wir wenden uns zur Betrachtung des Schlafes selbst. .
Alles kommt darauf an, daß wir den natürlichen Schlaf,eine Folge der regelmäßigen Abnahme der Anstrengungenvon dem widernatürlichen Schlummer, einer Folge derunterdrückten oder erschöpften Kräfte, unterscheiden können.
Der natürliche Schlaf zeichnet sich durch Ruhe in allenVerrichtungen, durch sanftes, gleichmäßiges, geräuschlosesAthinen, durch einen weichen, regelmäßigen Puls, durchgelinde Ausdünstung und durch natürliche Lage des Men«schen aus. Auch findet er sich zur gefetzten Zeit ein, unddauert nicht über die gewöhnliche Zeit fort. Man fühlteine besondere Erauickung, wenn man erwacht.
Der widernatürliche Schlummer aber ist gewöhnlicyunruhiger, mit beschwerlichem, unregelmäßigem, beschleu-nigtem Athmen und einem gereihten, ungleichen Pulseverbunden: die äußern Gliedmaßen sind kalt, oder es isteine besondere trockene Hitze oder Schauder in einzelnenTheilen zu spüren. Die Züge des Antlitzes haben sich