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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
246
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sehr heftig sind, vo» dem Ausbruche der Erisen, oft wohl-,thätige Schlummer hergehen sehen, die sehr tief seyn,und lange dauern können, ohne daß sie Gefahr drohen,wenn man nur nicht die (§. H7Z.) angeführten üblen Zu-fälle als Begleiter wahrnimmt. Nasenbluten und kritischeHautausschläge hat manjnicht selten darnach bemerkt.

t>77.

Nach Kopsverletzungen zeigt der tieft Schlummer Un-terdrückung der Geisteskräfte durch ausgetretenes Blut,Lymphe oder Eiter an. Er ist gefährlich, wenn zugleich diePupille erweitert ist und Lähmungen in den Gliedmaßenvorkommen. Auch bloße Erschütterungen des Gehirns ziehendiesen Schlummer nach sich, und die Gefahr wird grö-ßer, wenn Zuckungen hinzutreten.

t.7ö.

Im Verlause Hitziger Krankheiten ist der widcrnatür-liche Schlummer (§. b/Z.) desto bedenklicher, je unzwey-deutiger die Merkmahle einer Entzündung edler Organeihn begleiten. Tritt er also mit den heftigsten Kopfschmerzen,mit Wahnsinn und Zuckungen, mit Täus^ungen der Em-pfindungen, mit äußerst zusammengezogener Pupille ein;so ist der Verdacht einer Kopsentziindung sehr groß. Istder Patient während aller Zeichen einer heftigen Brust-entzündung in Schlummer verfallen; so gehört dieselethargische Pneumonie zu den bedenklichsten Krankheiten.(Handb. der Pathol. Th. II. §. 5^0.) So werden auchDarmentzündungen und Kindbettfieber tödtlich, wenn siesich mit jenem widernatürlichen Schlummer verbinden.

679.

Folgt der widernatürliche Schlummer in hitzigenKrankheiten auf unterdrückte Ausscheidungen, auf unter-brochene kritische Bewegungen; so zeigt er die bedenklich-sten Umwandlungen der Krankheit, Versetzungen der-selben auf den Kopf und die schlimmsten Ausgänge an.