weniger durch diese Schlaflosigkeit ein merkliches Mißvcr-hältniß oder eine auffallende Erschöpfung der Kräfte ent-stehet. Besonders ist in jedem gewöhnlichen Entzündungs-und Ausfchlagssieber, in jeder schmerzhaften Krankheitdieses Symptom beständig und fast wesentlich, so langeder gereihte Zustand dauert.
Auch muß man bemerken, daß manche Kranke sichüber Schlaflosigkeit beklagen, weil sie am Tage nicht,oder die Nacht hindurch nicht ununterbrochen schlafen.Man begnüge sich also nicht mit den Aussagen der Kran-ken , sondern untersuche genauer.6by.
Da die kritischen Bewegungen der thätigen Natur-kräfte sehr oft das ganze System in Unruhe setzen; soist die Schlaflosigkeit als kritische Erscheinung, als Vor-bothe guter Entscheidungen, nicht selten. Wenn man dieseArt der Schlaflosigkeit gehörig unterscheiden will, somuß man den bisherigen Gang der Krankheit, die vorher-gegangenen Zeichen der Kochung und die gegenwärtigenSymptome der kritischen Unruhe mit einander vergleichen.So hat man vor dem Ausbruche der Fieberausschlage,des kritischen Erbrechens und der kritischen Blutungen sehrhäufig die Schlaflosigkeit als Vorbothen bemerkt.6?o.
Aber außer diesen Fällen ist die Schlafiofgkeit jedesMahl ein übler Zufall, wenn sie zu lange dauert, wennsie im Verlaufe der Krankheit eintritt, wo man ,chon mehrRegelmäßigkeit erwartet, oder wenn sie sich gar nach schongeschehenen Entscheidungen einsindet. Es ist begreiflich,baß die Kräfte durch diese ununterbrochene Anstrengungaufgerieben werden, daß sie eine stchr unordentliche Rich-tung erhalten, und daß edle Organe von der Krankheitangegriffen werden müssen.
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