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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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nchtungcn regelmäßiger und ruhiger von statten gehen,daß deßwegen besonders die Abscheioungcn regelmäßigererfolgen und die abgeschiedenen Feuchtigkeiten conzentrirtersü'd. Daher pflegt man in' Krankheiren die sogenannteKochung vorzüglich während eines ruhigen Schlafes zu

erwarten.

l,5t>.Die Schlaflosigkeit entstehet von der fordaucrnden Ein-wirkung zu starker Reihe, die die örgane in beständigerThätigkeit erhalten, es mögen dieß nun innere oder äußereReihe seyn. Daher können starke Getränke, wenn sie nochnicht die Reitzbarkeit erschöpft haben, heftige Leidenschaf-ten und Anstrengungen, Überladungen des Magens undSchmerzen den Schlaf vertreiben: und in Krankheitenhaben wiy Oümer auf diese erhöhte Reitzbarkeit und wider-natürliche Anstrengung der Lebenskraft Rücksicht zu nehmen ,wenn wir di? SchlafiosiaMt erklären woUen.

Da in vielen Fällen widernatürliche Anstrengungennothwendig sind, um gewisse Entscheidungen zu bewirken;so folgt, daß wir den Mangel an Schlaf sehr oft als einenothwendige Folge der Krankheit, ja als ein heilsamesSymptom anzusehen haben; insofern die Anstrengung derActionen Vortheil bringen kann, und insofern der Schlafin vielen Fällen Folge der durch Erschöpfung erzeugte»Unwirksamkeit der Kräfte ist. Daherkommt es, daß mancheKranke selbst den > Schlaf fürchten, weil der Instinkt sielehrt, daß während desselben ihre Kräfte unterdrück!oder erschöpft werden können.668.

Im Anfange hitziger Krankheiten, in der Periode der

Rohigkeit ist der Mangel an Schlaf ein nothwendigesSymptom, und braucht an,sich desto weniger zu schre-cken, je offenbarer die reihenden Ursachen sind, und je