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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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232
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tastasen, als die Zustände angegeben, welche man vorherzu sagen habe, wenn sich im Verlaufe hitziger Krankhei-ten plötzlich dieser hohle Ton der Stimme mit den Zeichendes Verlustes der Kräfte finde.640.

Hierher gehört auch der rauhe Ton d» Stimme, wo-durch sie dem Eselsgeschrcy' ähnlich wird. Die heftigste«Krampst in den Bändern des Kchlkopses sind alsdann zubeschuldigen, und man trifft diesen Ton am häufigsten in demKcichhusten an, wo er zu den charakteristischen Zeichen geHort.64».

Der hohe oder feine Ton erfordert eine enge und starkgespannte Stimmritze, wo die Bänder in kurzer Zeit weitmehr Schwingungen machen. Daher kann man, so oftman diese Feinheit des Tons als Krankheitszusall beobach-tet, den gereihten, gespannten, entweder krampfhaften oderentzündlichen Zustand des Kchlkopses und seiner Bän-der beschuldigen. ^

Daher ist die Bräune desto gefährlicher, je feiner undpfeifender die Stimme wird. Man hat besonders bey dersymptomatischen Bräune in Ausschlagsfiebern und in der so-genannten polypösen Bräune diese pfeifende, krähende Stim-me als ein äußerst gefährliches Zeichen befunden.642.

Heftige tonische Krumpfe sind in hitzigen und chroni-schen Krankheiten anzunehmen, wenn sich der feine, pfeifen-de Ton der Stimme ohne Spuren von Entzündung zeigt.Schnelle Umwandlungen hitziger Krankheiten, Metastasenund heftiger Wahnsinn sind häufige Folgen desselben; undin chronischen Fällen werden die Parorysmen der Hy-sterie und Hypochondrie gewöhnlich mit diesem feinen,pfeifenden Ton der Stimme verbunden seyn.