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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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233
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543.

Der gänzliche Verlust der Stimme, oder die Stimm-lofgkeit, muß von dem Verluste der Sprache wohl unter-schieden werden; da die letztere sehr wohl ohne die erste-re bestehen kann.

Es setzt aber der Verlust der Stimme sehr verschiede-ne Ursacscn voraus, die entweder in Fehlern der Form,oder in Unterdrückung, oder in Erschöpfungder Lebenskraftzu suchen smd.

644.

Unter den Fehlern der Form, welche zur Stimmlosig-keit Gelegenheit geben, sind wohl Hal5wunden am ehestenzu erkennen. T,icsc rauben die Stimme, wenn der zurück-laufende oder der Vennerve des Willis, der mit dem Stimm-nerven geni>u zusammenhängt, verletzt sind. Auch Verschie-bungen, Erweichungen und Zerstörungen der Halswirbelerzeugen eine tödtliche Stimmlosigkeit. Von derselben, alseiner Folge der Bräune, haben die arabischen Aerzte *)häusigere, neuere seltenere Fälle **) beobachtet. Geschwüreim Kehlkopse und in der Nachbarschaft sind auch biswei-len als Ursache der Stimmlosigkeit bemerkt worden, *")obgleich Flor man in einem merkwürdigen Falle dieFortdauer der Stimme bey diesen Geschwüren beobachte-te. "") So sah Morgagni die Stimmlosigkeit alsFolge der krebsartigen Geschwüre der Drüsen in der Nach-barschaft des Kehlkopfes. (ep. XXVIU. y.) Auch von

*) Kbül. concin. lib.ül. c,?. f. 6z.c. (lol. Venet. IH«!,.)— ^ven2„3l tkeilil , üb. III. er. Z. c. I. l. Z9. i,.(<c>I. Ven«. »496.)

'*) 8 vvieren comm. in No«rli»»v. ZpNor. ^18. >>.

704. — ?r» n II. clelecc. opu5c. vol. V.P.Z04.— XV« i-

zel icgl. Libl. ?!,. I. 81.2.8.124."") IVlem«ire8 <Ie l'^clill. l!e cliirul?. vol. 1. ?, z. p.

184.19Z.""> Samml, für prüft. Aerzte. ». Xlv. G. 467.