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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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228
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ein sehr übles Zeiche» seyn, wenn sie von dieftm Unver^mögen abhängt.

Man kann aber diesen Mangel an Wirkungsvermögenvorzüglich in solchen Fällen annehmen, wo schwächende Urfachen, lange Dauer der Krankheit vorhergegangen sind,und sich nun mit den übrigen Zeichen der gesunkenen Kräft,e die schwache Stimme zeigt.

Daher ist in allen hitzigen Krankheiten die schwacheStimme unter diesen Umständen ein äußerst gefährlichesZeichen. Das gemeinschaftliche Empsindungswerkzeug wirddann gemeiniglich angegriffen, und es erfolgen die bedenklichsten Umwandlungen der Krankheit, ja oft der plötzlicheTod darnach.

Die schwache Stimme zeigt aber auch oft Unterdrü-ckung des Wirkungsucrmögens an, wenn sie m krampfhaften Zufällen, während des Fiebcrfrostcs, oder von hefttigen Leidenschaften entsteht, oder wenn angreifende Schmer-zen die Aeußerungen der Lebenskraft hemmen. Es istleicht ,;u begreifen, daß diese Art der schwachen Stimmeweniger bedenklich ist, besonders wenn sie im Anfange einerKrankheit vorkommt.

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Man muß aber auch auf die gehörige Weite der Taschendes KehlkopfcS Rücksicht nehmen. Sind diese verstopft, mitEiter oder Schleim angefüllt, oder werden sie von äußernDingen verengt; fo wird dadurch eine schwache Stimmeerzeugt, welche wir zorzüglich in langwierigen Katarrhen,in der schleimigen Schwindsucht und bey Verhärtungeilder Drüsen des Kehlkopfcs (MorZnßui »ie 5eel. ep.XVIIl n. »g.) bemerken.