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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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227
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h-t».

Bey den widernatürlichen Eigenschaften der Stimme istzuvörderst auf ihre Stärke Rücksicht zu nehmen. Diese hängtaußer der gehörigen Menge der ausgeblafeuen Lust, vonder gehörigen Weite und Ausdehnbarkeit der Brüstehohle und der Lungen, von einem hinreichend starken Er-zittern der Stimmchordcn, oder der Kchlrovfbänder, voneiner gehörigen Weite der Taschen des Kehlkopfes, undvon dem freyen Wiederhall der ausgeblasenen Luft in den-selben, so wie in den Nasenhöhlen, ab.

627.

Die schwache Stimme zu erklären, und ihre Beziehungauf den innern Zusta,io aufeinander zu setzen, dazu gehörteine sorgfältige Erwägung aller j.tzt angeführten Umstände.

Sie zeigt Verengung der Brusthöhle au, wenn sieim natürlichen Zustande nach einer sehr reichlichen Mahl-zeit be.mcrlt wird, Der alsdann ausgedehnte Magendlucli den Zwcrchmuskel nach oben, und so wird dieBrustnoHie verengt. Sehr fette und starke Personen ha-ben aus ähnlicher Ursache eine schwache Stimme, weildie von Fett umgebenen und sehr ausgedehnten Einge-weide des Unterleibes dem Thorax keine g.hcrigc Erwei-terung erlauben.

Dieß ist auch der Gründ, warum Lungensüchtigc einedesto schwächere Stimme haben, je weiter die Eonsumtionder Lungen um sich gegriffen hat.

Die schwache Stimme zeigt oft ein Unvermögen derStimmchorden zu den uviyigen Erzitterungen ai,/ beson-ders wenn die schwache Stimme zugleich zitternd ist weilin diestm Falle durch die Schwäche unregelmäßige Er-zitterungen rortommen, die selbst hörbar sind. Da dasWerkzeug der Stimme unter dem Einfluß so wichtigerNerven steht, (L< Ü24-) so wird die ^chwaa)e Stimme

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