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Drittes Capitel.
V05 der Stimme und Sprache. -
Die Stimme und Sprache gehören in ihren mannigfalt«gen widernatürlichen Abänderungen zu den wichtigsten Zei>chcn des kranken Zustandes. Denn die Erfahrung lehrt, daßselbst im natürlichen Zustande sehr geringe Änderungen desVerhältnisses der Lebenskraft Einfluß auf die Abänderungender Stimme haben. Und aus der Anatomie lernen wir einesehr genaue Verbindung der Werkzeuge der Stimme undSprache mit andern wichtigen Organen des Körpers, ver-mittelst der Nerven, kennen.
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Der Kehlkopf, als das vorzüglichste Werkzeug der Stim-me, erhält feine Nerven vom sogenannten Stimm -oderherumschweifcnden Paar, welches, wegen seiner ansehnlichenVerbindungen mit andern Nerven, bMig den Nahmen deskleinern sympathischen Nerven verdient. Die stärksten Ver-bindungen geht dieser Nerve mit dem großen sympathischenoder Intcrcosialnerven, dann mit mehrern Eervicalnerven,mit dem Zungenfleisch-, Zungcnschlundkopsncrven und demVennerven des Willis ein. Der eigenthümliche Nerve desKchlkopses, der zurücklaufende Zweig der Etimmnervenschickt noch außerdem VcrbindungZfäden um die phrenischenund Lungengefiechte.
Die Zunge, das Werkzeug der Sprache, erhält ihreBeweglichkeit durch den Einfluß des Zungenfieischnerven,der schon in der Nähe der Wirbelarterie mehrere Fädenvom Stimm-und Beunerven des Willis aufnimmt. Her-nach verbindet er sich genau mit den vier ersten Cervical-gestechten, und in der Zunge selbst laufen seine feinsteZweige mit den Enden des Geschmacknerven vom drittenHauptaste des fünften Paars zusammen.