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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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223
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welche den Durchgang des Blutes durch die tzunge» erschwe-ren. Die Anfälle der Hemikranie, der Gicht, der Hypo-chondrie, Hysterie, des Seblogfiußes und der Epilepsie kun-digen sich gewöhnlich durch ununterbrochenes Gähnen an.Aus diesem Grunde ist auch das Gähnen so gefährlich beyGebärerinnen, weil es Hie nachtheiligsten Krämpfe andeutet,die die Geburtsarbeit in hohem Grade erschweren.

Auch bey dem verhinderten Ausbruch der monathlichenReinigung ist das Gähnen sehr gewohnlich; es entsteht hierohne Zweifel von dem gestörten Umlaufe des Blutes, undkann dazu beytragen, den Abfiutz des monathlichen Blu-tes zu befördern.

v. Vom Schluckst«, als Zeichen.

Das Schlüssen besteht in einem durch Krampst unter-brochenen und geräuschvollen Athmen. Meistens wird dasEinathmen, bisweilen auch das Ausathmen, durch dieseKrampst unterbrochen, welche den Zwerchmuskel vorzüglich

zu befallen scheirlen.

6,6.Ein gereihter Zustand des Zwerchmuskels und des Ma-gens scheint bey jedem Schluckst« der innere Zustand zuseyn, auf welchen man Rucksicht zu nehmen hat. Denn beyübrigens gesunden beuten entsteht der Schluckst« von Ueber-ladllng des Magens mit Speisen und geistigen Getränken,von verschluckter Luft und Tabacksrauch, von leichten Er-kältungen, welche vorzüglich auf den Zwerchmuskel und

den Magen wirken.

617.So findet man auch in hitzigen Krankheiten diesen Zu-fall oft als Folge der Anhäufung gastri/cher Unreinigkeitcnund als Zeichen der Aufwallung derselben, wo er mit demErbrechen und Durchfällen verbunden ist. Man wird, um