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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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221
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Aber eben hieraus wird auch begreiflich, watttm dasHäufige Niesen schwangerer Personen zum Abortus bey-tragen kam,/ und warum der Hippokratische Ausspruch,(Aph. V. 35.) daß in schweren Geburten das Niesenheilsam sey, großr Einschränkungen verdient.

t.08.

Daß auch allgemein erhöhte Neitzbarkeit sich bisweilendurch ,' ' Erscheinung ausdrucke, dafür spricht die alltäg«lic e Erfahrung an hysterischen und hypochondrischen Per-sonen, deren Anfalle oft in dem heftigsten und wiederhohl-tasten Niesen bestehen, und die bisweilen durch eben diesesSymptom erleichtert werden.

<ü. Vam Gähnrn, als Zeichen,

Das Gähnen besieht in einem sehr langen und tiefenEinathmen, wobey der Mund geöffnet und also das Ein-dringen der Lust in die Lungen gewaltsam befördert wird.Unmittelbar vor dem Gähnen geht das Gefühl derMattigkeit und schwere i.-i den Gliedern her, auch sindoft die Empfindungen stumpfer. Darauf folg. instinktmn-ßi.q dieses tiefe und lange Cinathmcn, welches nun ge-wohnlich mehr Munterkeit und Lebhaftigkeit der Verrich-tungen nach sich zieht: wenigstens wird der Puls allemahletwas mehr beschleunigt, als er vorher war, und oft er-folgt ein stärkeres Gcs, hl vvn Wärme im ganzen Körper,es erfolgen verstärkte Abscheidungen der Thränen unddes Speichels.

blv.Diese gewöhnliche Wirkungen des Gähnens im natür-lichen Zustande werden noch mehr durch das Recken undDehnen der Glieder befordert, welches mit dem Gähnen