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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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156
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in einem warmen Dunste der Haut gezeigt haben, und auchnoch fortdauern; so zeigt die Spannung der Herzgrubebevorstehende Entscheidungen, besonders ein kritisches Na-senbluten an.

In sieberlosen Krankheiten deutet die Spannung derHerzgrube auf Krampst, und daher pflegt dieselbe vor den»Anfallen der Nervenkrankheiten herzugehen, und diese zubegleiten. Auch die Anfälle der Gicht, der periodischen ßo-lik, und anderer schmerzhafter Krankheiten sind mit dieserSpannung der Herzgrube verbunden.4>9.

Das Klopfen in der Herzgrube fetzt gemeiniglich einenhöhern Grad von Spannung und Reitzung der Muskelnvoraus, zumahl wenn es in hitzigen Krankheiten vorkommt.Meistens folgt dann eine Umwandlung der Krankheit dar-aus, die sich durch heftigen Wahnsinn und Zuckungen äu-ßert. Doch erinnern dieHippokratiker(?roznu8t p> 452.)mit Recht, daß man zugleich auf die Bewegung der Au-gen sehen müsse; denn, je rollender diese ist, desto sichererpflegt das Pochen in der Herzgrube auf bevorstehendePhrenesie zu deuten.

420.

In chronischen Krankheiten kann man dieß Klopfenebenfalls für einen krampfhaften Zufall erklären, wennes unregelmäßig und aussehend ist, und wenn andereKrampst dabey zugegen sind. So findet man es in hyste-rischen und hypochondrischen Beschwerden sehr häufig.

Aber, wenn dieß Pochen regelmäßig und anhaltendist, und keine Krampst dabey zugegen sind; so fetzt esein Ancurysma in der cöliacischen oder in den Kranzarteriendes Magens voraus.