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4»4.
Nach dem alten Ausspruche des Prognostikons ist esimmer am besten, wenn die Herzgrube weich, eben undüberall unschmenhast ist. Dieß ist ihre Beschaffenheit imnatürlichen Zustande, und so verhalt sie sich in Krankhei-ten, wenn es zur Genesung sich anläßt. Es bedeutet dieseWeichheit der Herzgrube den Nachlaß oder Mangel anKrämpsen, überhaupt den Mangel widernatürlicher An-strengungen. Dayer ist diese sich beständig gleich bleibendeWeichheit der Herzgrube in solchen Krankheiten, wo manAnstrengungen erwartet, ein Zeichen der Langwierigkeit unddes Mangels an Entscheidung.4>5.
Unter der gespannten Beschaffenheit der Herzgrube ver-stehen wir eine straffe Ausdehnung derselben, die dem Druckenicht leicht nachgiebt. Diese bemerken wir überall, wo dieReihharkeit des Muskelsystems erhöht ist, und wo wider-natürliche Anstrengungen zu erwarten sind. Daher istnichts gewöhnlicher im Anfange jeder hitzigen Krankheit,als die gespannte Beschaffenheit der Herzgrube.
Wenn im Fortgange einer hitzigen Krankheit plötzlichdie Herzgrube gekannt wird, ohne daß das mindeste Zeicheneiner großern-Regelmäßigkeit der Kräfte sich vorher gezeigthatte; wenn zugleich der Urin blaß und wässericht, odersein Abfluß gor unterdrückt wird; so pflegt meistens eineUmwandlung der Krankheit bevorzustehen. Es verfallt derKranke in Wahnsinn oder Zuckungen, öder es tritt eineEntzündung innerer Organe hinzu.
4>7.Wenn sich aber vorher schon die Merkmahle der Kochungim regelmäßiaern Pulse, im Nachlaß des Fiebers, im gesät-tigten, und mit einem wolkigen Bodensahe versehenen Urin,