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schiedenen Rhabarber-Sorten: Jodhaltende Jodwasserstoffsäure färbt den russischen schöngrün, den chinesischen nur bräunlich, und dies Resultat geben Stücke verschiedenen Anse-hens und Alters, nur ein älteres wurmstichiges Stück chinesischer Rhabarber wurde ebenfallsgrün gefärbt. Französischer Rhabarber färbte sich am allerstärksten fast blau.
Chemische Beschaffenheit. Aechte Russische Rhabarber enthält nach Schrader: 4,8Harz; 26,4 Seifenstoff; 12,8 wässriges Extract (Schleim); 49,5 fasrigen Rückstand; 4,5 klee-sauren Kalk bei 2,0 Verlust. Dagegen enthält kultivirte Wurzel von Rheum palmatum ausdem Garten: 2,8 Harz; 24,0 Seifenstoff; 14,8 wässriges Extract; 47,0 fasrigen Rückstand;9,0 klees. Kalk bei 2,4 Verlust. — Henry fand im russ. Rhab.: einen milden fetten und gel-ben und eigentümlichen Farbestoff (Rhabarbarin), Gummi, stärkemehlige Materie, saurenäpfels. Kali, schwefelsauren Kalk und ein Kalisalz. Brande erhielt aus demselben: 10,0 Harz;26,0 Extractivstoff, Gerbstoff und Gallussäure; 31,0 Gutnmi; 16,3 Holzfaser; 6,5 äpfels. Kalk;2,0 pbosphovs. Kalk; 8,2 "Wasser. Hinderson hielt die im Rhab. vorkommende Säure für eineeigene, Rhabarbersäure (Acidiun rheicum), wogegen Lassaigne sie für Sauerkleesäure mitAepfelsäave verbunden erklärte. Trommsdorff und Pfaff glaubten einen eigenen Stoff, Rha-barbariu genannt, gefunden zu haben, der sich aber nach Hornemann als eine sehr zusammenge-setzte l Substanz erwies. Auch ein Alcaloid, welches sich in der Rhab.-Wurzel finden sollte,hat sich nicht bestätigt, dagegen ist von Ridolfi krystallisirbarer, von Meissner nicht krystal-lisirbarer Zucker in derselben aufgefunden. Vergleichende Analysen hat Hornemann aufge-stellt. Er fand in 100 Theilen: RusS- Engl Rbapontik.
Rhabarberstoff nach Pfaff................. 16,042 14,375 10,156
Gelber Farbestoff %ch Henry (Rheumin, Rhein) . . . 9,583 9,166 2,187
Bittres zusammenziehendes Extract........... 14,687 16,458 10,416
Oxydirter Gerbstoff..................... 1,458 1,249 0,833
Schleim............................ 10,000 8,333 3,542
Aus der Faser durch Kalilauge ausgezogene Substanz 28,333 30,416 40,208
Sauerkleesäure in der Kalilauge enthalten....... 1,042 0,833 —
Ungelöster Rückstand................... 14,583 15,416 8,542
Beim Trocknen der Wurzel ging verloren....... 3,33,1 3,125 6,043
Verlust............................ 0,939 0,629 1,447
Rhaponticin ......................... — — 1,043
Stärkmehl........................... — — 14,5b3.
Buchner fand in der moskowitischen Rh. Wachs 0,40; fettartige Materie (Rheumin) 1,40;Harz 11,80-, Halbharz (Extractivstoff) 2,80; eisenbläuenden Gerbstoff 0,80; Bitterstoff (Rha-barbarin) 23,20; Gummi, Schleim, Zucker 5,20; Stärkemehl 1,40; äpfels. u. phosphors. Kalkund Kali 1,20; kleesauren Kalk 5,00; Faserstoff, Feuchtigkeit, aeth. Oel und Verlust 43,60;Aschenheslandtheile 3,20.
Nutzen: Die jungen gebleichten Blätter so wie die unentwickelten Blumenrispen dergewöhnlich kultivirten Rhabarber-Arten können gegessen werden. Wichtiger aber ist dieWurzel, weniger als Farbematerial denn als Heilmittel für Menschen und Thiere, w r elches be-sonders wobltbäüg auf die Verdauungsorgane wirkt, die Absonderung befördernd, aber zu-gleich die Lebensthätigkeit des Magens und Darmkanals erhöhend, daher bei Stockungen undVerstimmungen im Unterleibe, Säure, Verschleimung, Durchfällen, Verstopfung, Leberübeln,Hämorrhoiden ein vorzügliches Mittel, welches sich auch besonders für den jugendlichen Kör-per nützlich und passend ausweist. Bei dem Gebrauch dieses Mittels werden Urin, Schweissund Excremente danach gefärbt und riechend.
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