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kleinen knorpeligen Zähnehen dicht besetzt, auf beiden Seiten papillös und dadurch scharfanzufühlen, auf der untern jedoch fast weicher, mit 5 Hauptrippen die nebst dem Adernetzoben etwas eingedrückt sind, unten hervorstehen und blutroth gefärbt sind. Blattstiele ecki< r -gefurcht, von rothen Papillen etwas scharf, unten convex, oben eben, \\ — 2 F. lang, 1 — 2Z. dick. Scheiden häutig, aussen papillös, später spaltend, schnell welkend, 5 Z. lang.Blumen blutroth, gestielt, hängend, unterbrochen-gewirtelte Trauben bildend. Blumen-stiele 6-eckig, 1|-L. lang, aussen so wie die Blumenhülle mit kleinen erhabnen zahlreichenPünktchen bedeckt, deren Blättchen länglich, sehr stumpf, etwas fleischig, stumpf-gekieltund an der Spitze häutig sind. Staubgefässe \iel kürzer als die Blumenhülle mit flachen,
urpurrothen an der Basis etwas verwachsenen Staubgefässen und rundlichen Staubbeuteln.
"ruchtknoten scharf-dreikantig, sehr glatt, Griffel 3, sehr kurz rundlich, Narben hän-gend, schildförmig kreisrund, schwarz-purpurn, mit runzlich-höckrigem Mittelfeld und etwasaufgerolltem Rande. Achaenien scharf-dreikantig, blutroth, sehr glänzend, die fast geflü-gelten Kanten oben und unten etwas vorgezogen. Eyweiss mehlig. Keim umgekehrt,inilchweiss, achsenständig, gerade; Keimblätter kreisrund, flach.
Off. Radix Rhei. — Praep.: Extractum Rhei; Extr. Rh. compositum; Tincfura Rheiaquosa; Tinct. Rh. vinosa; Syrupus Rhei. — Die Wurzel der oben beschriebenen Pflanze sollnun die bei uns gebräuchliche Rhabarberwurzel geben, nachdem fast alle Arten von Rheurndie bis jetzt bekannt geworden sind, für die ächte Rhabarberpflanze gegolten haben. Ein gu-ter Rhabarber muss aus Schnittstücken einer grössern Wurzel bestehen, welche öfters in derMitte durchbohrte Scheiben bilden, sie müssen dicht, schwer, aussen nachdem die Rindeabgeschnitten ist, gelb, innen aber rosenroth und weiss gemischt oder gescheckt erscheinen,müssen zwischen den Zähnen knirschen, den Speichel beim Kauen gelb färben und deneigentümlichen widerlichen Rhabarbergeruch und Geschmack besitzen. Aus dieser Wurzelwerden bei uns nun verschiedene Praeparate, zwei Extracte, eine wässrige und eine weinigeTinctur, so wie ein Syrup bereitet.
Verwechslungen: Im Handel kommen mehrere Rhabarberarten vor, deren Abstam-mung sämmtlich nicht sicher ist, man unterscheidet: 1. Weisse oder feinste geschälte russi-sche Rhabarber (Rad. Rh. albi s. imperialis) soll von Rh. leueorrhizum Pallas aus der songa-rischen Steppe stammen und nur äusserst selten vorkommen. 2. Moskowitische, buebarische,sibirische, russische oder beste Rhabarber (Rad. Rh. Moscovitici s. Bucharici, s. Sibirici, s.Russici, s. Optimi), soll von Rh. palmatum kommen, aber vielleicht auch von Rh. undula-tum L., wie auch von Rh. compactum und Rh. lrybridum gesammelt werden. Es ist dies durchdie Sorgfalt womit die Stücke ausgelesen und die schlechten vernichtet werden, die besteSorte und vorzugsweise diejenige, welche zum Arzneigebrauch kommen soll. 3. Chinesische,ostir.dische, tatarische, dänische, holländische Rhabarber (Rad. Rh. Cliinensis, s. Indici, s.Tatarici, s. Danici, s. Hollandici). Diese Sorte soll nun bestimmt von dem oben beschriebe'nen Rheum Emodi Wall, abstammen, da sie von den Hochebnen Mittelasiens nach Chinaund der Tartarei kommt und man glaubt dass die Moskowitische sich von ihr nur durchsorgfältigere Behandlung und grössere Auswahl der Stücke unterscheidet, jedenfalls ist dieChinesische nach jener die beste, obwohl etwas schwächer. 4. Einheimische oder kultivirteRhabarber (Rad. Rh. nostratis s. eulti). Verschiedene Rheum-x\rten werden besonders inFrankreich gebaut und die Wurzel in den Handel gebracht, daher auch Rad. Rh. Gallici(Rad. Rhapontici auch zuweilen genannt). Besonders wird Rh. compactum und undulatumin Frankreich zu dem Zwecke kultivirt, doch wird die hiervon gewonnene W urzel wohl nurzu Thierarzeneien und zum Färben benutzt. Geiger giebt folgendes Kennzeichen für die ver-