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2 (1833)
Entstehung
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99
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Pflanze ein Stoff sei, welcher den Sauerstoff der Luft an sich zieht und dadurch in eineschwarze, in Wasser, Alcohol, Aether und Alkalien unauflösliche Substanz verwandelt, diesich auf Zeuge dauerhaft niederschlägt. Ausser dieser Substanz, welche vorzüglich aus Was-ser und Kohlenstoff zusammengesetzt erscheint, fand van Mons viel Gerbstoff, Gallussäure,wenig grünes Satzmehl, fast gar kein Harz und nur wenig Schleim. Die trocknen Blätterbesitzen gewiss nur im geringen Grade die Wirksamkeit der frischen und werden von eini-gen für unwirksam angegeben.

Nutzen: Man hat diesen nur mit Vorsicht in den Gärten zu duldenden Strauch bald fürein treffliches Heilmittel gehalten, bald ihn als ohne alle Wirkung verworfen. Beim innerli-chen Gebrauch zeigen sich Magenschmerzen, Ekel, vermehrte Urin- und Schweissabsonde-rung, Jucken in der Haut, selbst Krämpfe und Schwindel, und bei Lähmungen sollen sichGeschwulst und Schmerzen zuerst in den gelähmten Theilen gefunden haben. Man hat ihndaher bei Unterleibsübeln, Lähmungen, Rückenmarkskrankheiten, Flechten empfohlen.

Erklärung der Kupfertafel 181. Ein blähender Zweig in nat. Gr., so wie eine Traube mit unreifenFrüchten, a) und b) Blumen, c) ein Blumenblatt, d) Staubgefässe der männliche?! Blume,c) Geschlechlstheile aus einer weiblichen Blume, alles etwas vergrbssert.

R h e u m E m o d i.

Syst. sex. Enneandria Trigynia. Syst. nat. Polygoncac Juss.

Chargen, Blumen Zwitter. Blumenhülle 6 theilig in 2 Reihen. Staubgefüsse 9,auf der Blumenhülle; Fruchtknoten dreieckig mit drei ganzen scheibenförmigen Narben;Caryopse dreiseitig, an den Kanten geflügelt, von der unveränderten Blumenhülle am Grunde

umgeben.

Keim grade, achsenständig.

Char. speciei: Die achselständigen Blüthentrauben fast einfach, oft gehäuft, die end-ständigen rispenartig, die fruchttragenden straff; Blumenstielchen bis zu dreien, kürzerals die halbe reife Frucht; Blumenhüllblätter breit-oval, stumpf, die Seilen dächen dergrossen Caryopse länglich-eyförmig, am Grunde herzförmig, an der Spitze ganz, sehr stumpf,seltner etwas ausgerandet; Blätter ganz, verwischt wellig, unten an den Nerven und amRande kurz steifhaarig, die jungem oben angedrückt-höckerig; Stengel nach oben und dieBlumenstiele weichhaarig.

Synonyme: Rheum Emodi Wallich, Rh. australe Don. Deutsche: Südlicher Rha-barber, Nepalscher Rhabarber u. s. w.

Vaterland: In der Tartarei bis nach Ladack (37° N. Br.), auf dem Himalaya-Gebirgebis zu 16,000 F. Höhe, auf dem Berge Choor (30° N. Br.) bis zu 9000 F.; bei GossaingThan; in Kamaon (31 40° N. Br.) bis zu 10,000 F. Blüht bei uns im Sommer.

Besclireibung: Stengel aufrecht, etwas hin- und hergebogen, ästig, rund, gefurchtund gestreift, bald grün, bald roth, innen hohl, die Wandung mit weissem saftigem undschwammigem Mark bekleidet, aussen durch kleine schwielige weisse oder purpurfarbene ein-zeln oder büschelweis stehende Papillen bedeckt, welche sich an den altern Theilen verlie-ren, zu der Höhe von 310 F. wachsend, bei einer Dicke von ungefähr 2 Zoll. Aestestark, tiefer gefurcht. Blätter gross, 2 4 F. in jedem Durchmesser, gestielt, herzförmig,sehr stumpf, ebener und dünnhäutiger als bei den bekannten Arten, ganzrandig, am Rande mit

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