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5 (1817) Bryonia - Cucubalus
Entstehung
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reißt der Lange nach auf, und »heilet sich in Streifen. Die Aeste bekleiden den Stammmehrentheils von unten bis oben; sie treiben fast gar keine Zweig,, und verlängern sich so sehr,daß sie sich Herabwarts beugen. Die gestielten, länglich - eyrunden Blätter stehen einander ge-genüber, sind am Rande wellenförmig, glatt, glänzend, und fallen erst nach z Jahren ab,worauf ihre Stellen leer bleiben. Aus den Blattwinkeln kommen zwey, orep und vierweißliche Blumen in falschen Dolden hervor, welche einen angenehmen Geruch von sich ge-ben, und rundliche, Anfangs grüne, reif abir scharlachrolhe Kirschen ahnliche Beeren hinter-lassen. Das rolhe, inwendig weißliche Fleisch der Frucht hat einen widrigfüßlichen Geschmack,und umgibt eine dünne Haut, die unmittelbar den länglichrunden Kern einschließt. Dieserlheilt sich in zwey gleiche Theile, welches die sogenannten Kaffeebohnen sind, zur Zeit derReife fallen die Früchte von selbst ab.

So viel man weiß, ist das glückliche Arabien, besonders das Land Jemen, das ur-sprüngliche Vaterland des Kaffeebaums. Von daher stammen vielleicht auch die Bäume,die man in Afrika antrifft. Jetzt hat sich dies Gewachs über mehrere Länder verbreitet. Esdauert aber eigentlich nur innerhalb der beiden Wendekreise gut in freier Luft aus, und muß beyuns im Sommer in einem Glashaust gehalten werdeu.

Dem Ursprung der Gewohnheit, die Frucht des Kaffee bau ms zu einem Getränk zubereiten, setzt man gemeiniglich in das iZ. Jahrhundert, wo ein Mufti, nebst andern muha»»ncdanischen Geistlichen sich des Absuds von den Kernen oder Bohnen, als eines schlas-verlreibenden Mittels bedienten. Im Jahr iS54 sieng man an, in Konstantinopel Kaffee zutrinken, und von dort verbreitete sich diese Mode weiter über Europa aus. Anfangs konnten sichnur Reiche diese Leckerep verschaffen; nach und nach fingen die Europäer einen ordentlichen Han»del mit dieser Waare an. Um das Fahr 1690 trug der Bürgermeister Wplson von Amsterdamden dem Direktor der ostindischen Compagnie, von Hoorn, darauf an, daß frischer Kafsee-saame nach Bataoia gebracht wurde. Man erzog dort Baume daraus, von welchen nachherWytson im Jahr 1710 einen erhielt. Er wurde zu Amsterdam gepflegt, und trug Früchte. Manerhielt aus demselben junge Bäume, welch« an verschiedenen Höfcn von Europa, unter andernauch nach Paris,verschenkt wurden. Ludwig XlV ließ dann den Anfang zurKa ffccp stanzungauf Martinique machen, welche gleich glückte. Unterdeß hatten die Hollander auch schon für dieKultur des Kaffeebaums in ihren amerikanischen Besizungen gesorgt, und jetzt erhalten wiraus Amerika den größtrn Theil dieser Waare.

In seinem Vattrlande, Arabien, steht der Kaffee bäum in einem dürren, sandigen Bo,den, welcher der Soune stark ausgesetzt ist; dennoch kommt er in eine«fetten, beschatteten Lande«cht gut fort. In Arabien ziehet man die Bäume aus Sa amen, bringt sie in Baumschu«im, nnd von da aus die Plantagen, welche an hohen Orten am Fuße der Berge angelegt und