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5 (1817) Bryonia - Cucubalus
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durch Quellen bewässert werden. Die reisen Früchte schüttelt man auf untergebreitete leineneTücher, und was sitzen bleibt, wird mit der Hand abgepflückt. Sodann bringt man sie aufdie Tennen der Scheuren, oder schüttet sie auf Lacken aus, damit die Sonne sie trockne.Nach dem Trockne» werden sie (in Arabien) mit Wasser besprengt, und dann entweder zwischen2 Steinen, oder unter einer schweren hölzernen oder steinernen Walze zermalmt. Hierdurch zer-platzen die Schaalen, welche nun durch Schwingen von den Kernen oder Bohnen abgesondertwerden. Die vereinigten Kerne trocknet man sodann nochmals im Schatten, damit sie diegrüne Farbe nicht verlieren, welche man so sehr an dem arabischen Kafsee schätzt. Auf Jamaifa stößt man die trocknen Früchte in hölzernen Mörsern, und sondert auf diese Art dieSchaalen ab. Fn Surinam bedient man sich in gleicher Absicht einer gefurchten Walze. Daßdie Araber die Bohnen, um sie zum Keimen untüchtig zu machen, in warmen Wasser cinwei,chen, ist ungegründet. In Arabien bereitet man aus der trocknen, äußern, steischichten Hülledas Getänk, welches ^nt?« « l« sulteln« heißt. Es soll von den Grossen dem Getränke vonden Bohnen noch vorgezogen werden, schmeckt aber einem Europaer widrig. Aus den häutige»Hüllen, welche die Kerne unmittelbar umgeben, bereitet man ein Getränk, das unter dem Na«mcn Kischer in den arabischen Schenkhäusern überall verkauft wird. Das Gelrank aus ungedran-ten Bohnen ist nicht sehr gewöhnlich, und man bedient sich »auch in Arabien der gebranntenund in Mörsern zerstoßenen Bohnen, so wie in Eurora.

Ueber die Wirkung des Kaffees auf die Gesundheit des Menschen ist man verschiedenerMeinung. Als tägliches Getränk und starck getrunken erschlaffter den Menschen, verursacht lln»vermögen, Zittern, und allgemeine Schwächlichkeit. Als Arzney ist er dagegen sehr schätzbar, denn«r erweckt die Reitzberkeit, und gibt daher das beste Erweckungsmittel für Scheintodte, besondersaber für solche, welche durch Kohlendampf, durch die in Kellern gährenden Flüßigkelten ersticktsind. Er ist das wirksamste Gegengift gegen alle narkotische Pflanzen, z. B. den Stechapfel,das Bilsenkraut, die Kirschlorbeere n, den Schierling und mehrere andere, er oerwahrt am besten gegen das Erfrieren. Der Arabische oder leoantische Kafsee ist in Europa,der beliebteste; wird auch noch einmal so lheuer bezahlt, als der amerikanische. Man sagt, daßletzterer darum den erstcrn so nachstehe, weil die Kolonisten die Früchte nicht genug reifen lassenbepm Trocknen nicht sorgfältig genug verführen, und die Bohnen wohl gar in Seewasser ein-weichen. Sie packen ihn auch öfter zu Pfeffer und andern starkriechcnden Substanzen, wodurcher viel von seinem eigentlichen Geruch rerlierl. S. Nicbuhrs Reise nach Arabien Th I.,

Siehe Makula 426.