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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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334
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dem Genuffe der bittern Mandeln an sich, oder auch von dem Genuße des Rückstandesderselben nach dem Oehlpressen. Auch Mäuse sollen sie tödten; und wie mich ein glaub-würdiger Mann versicherte, so soll ein Gärtner die Mäuse aus seinem Garten und Ge-wächshause durch kleingeschnittene bittere Mandeln Vertrieben haben. Für Menschen hin,gegen werden sie, wenn man sie anders mäßig und nicht zu oft genießt, als unschädlicherklärt; inzwischen so bleiben sie dock immer sehr verdächtig, und ein mibchmsamer Genußderselben könnte allerdings schlimme Folgen nach sich ziehen. Das Gift der bitternMandeln besteht in einer ftiichligen Schärfe, die sie nebst einem großen Antheil einesmilden Oehles besitzen, und nickt in ihren bittern Bcstandtheilen. Man bereitet selbesdurch die Destillation aus dem Rückstand, der nach dem Auspressen des Oehles zurück-bleibt, und es gehört unter die stärksten Gifte des Pflanzenreiches »»). Es ist nichtsanders, als ein destillirtes ätherisches Oehl, welches im Wasser zu Boden sinket, einenhöchst durchdringenden betäubenden Geruch besitzt, und in seinen Wirkungen ganz mit demKirschlorbeergift, wovon an seinem Orte gesprochen werden wird, übereinkömmt, dennbeyde tödten, indem sie die Reizbarkeit und das Empfindungsvermögen schnell zerstören.Eben so enthält der Aufguß von bittern Mandeln, wie der Aufguß von Kirschlorbeer-blättern, Blausäure, wie Hr. Dölz ».?) durch Versuche hinlänglich bewiesen hat.

Was den Nutzen der bittern Mandeln betrifft, so werden sie auf ver-schiedene Weise, jedoch nicht so häufig als die süßen, verwendet. Man pflegt sie nichtnur allein unter die mancherley Arten der Mandelbackwerke, sondern auch unter die Man-delmilch zu mischen, um ihren Geschmack zu erhöhen. Zwey oder drey bittere Mandelnsind hinreichend um ein Paar Gläser Mandelmilch oder ein Gericht Mandelgebäck ange-nehmer zu machen. Man bereitet auch eigene Plätzchen bloß von bittern Mandeln, undsie sind hier nicht schädlich, weil ihr giftiger Bestandtheil schon durck oas Backen ver-flüchtiget wird; bey der Mandelmilch hingegen muß man schon damit behutsamer verfah-ren, indem hier eine zu große Quantität derselben, besonders für schwache Personen, diesehr empfindliche Nerven haben, nicht gleichgültig seyn dürfte. Deßgleichen hat man

MÄÜbuz nocivig ; im ^chiencl. 2cl tüent. I. et II. p. ly.f,. — (,e. 1ul>. Düni c>bz.

cle murte slibitZnea in volucrilmz (^«.xrieichku«, ex e!« ÄluvAUüloi'u'n 2MH»

rnrum in den lVIilc. I^at. (üur. Drc. III. ^nn. I. «Kl'. >Z6.'-) pet. 7o3ii. ^l>c!r. D^rles Lpillol. de ^mv^claliz cc uleu ÄMÄrZrum WtKerec».

lepsin 1776. 4. p. 8.13) Prüfung der Wirkung des Kiischlvrbeer-W'ssüs und der bittern Mandeln: sieht

im Neu? Versuche und Ersahrungen über verschiedene Pflanzengifte von Iol). Christian

Dölz. Nürnberg 1792. 8.