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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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Betrug sich aber leicht dadurch entdecken läßt, wenn man zu' diesen Oehlen etwas Wein-geist gießt, und dieselben dann, weil sie diesen Zusatz haben, milchicht und trübe wer-den. Endlich wenn das Mandelöhl schon ranzig geworden ist, so dienet es nur noch, wiedie schlechter« Oehlsorten, zum Brennen; denn es wird dann gelber, stutziger, be-kommt einen häßlichen Geruch, einen scharfen bittern Geschmack und verursacht bcym Ge,nusse Entzündungen im Munde, im Schlünde, im Magen und in dem Gedärme, nebstallen Folgen, die sich sonst auf dergleichen Entzündungen einzustellen pflegen, und beyVergiftungen mit scharfen Giften sich ereignen. Eine ähnliche giftige Beschaffenheit er-hält auch das Mandelöhl, wenn es aus alten, ranzigen, zu stark gerösteten Mandel»bereitet, oder sonst beym Auspressen zu warm behandelt wird.

Der nach dem Oehlpresscn übrigbleibende Rückstand , welcher noch sehr viel öh,lichte Theile enthält, wird zuerst getrocknet und dann zerstossen, unter dem Namen Man,de! kl eye verkauft. Diese Mandelkleye (k'urlui- gin^^clalsruin) gebraucht man an«statt der Seife zur Reinigung der Haut, und diese erhält auch dadurch eine bessere Ge-schmeidigkeit und Glätte, als von d:r gewöhnlichen Seife. — Die Parfumer's in Frank,reich und andern tändern Europas bereiten insbesondere aus den Mandeln verschiedeneeigene Arten von Mandelseife, denen sie durch Zusätze von wohlriechenden Oehleneinen angenehmen Geruch zu geben wissen, die unter dem Namen kates cl'arnanäezbekannt sino, und von Wohlhabender« zum Waschen der Hände und der übrigen Theiledes Korpers verwendet werden. — te Roux zeigte auch, wie man aus einem Teige,von den Rlickbleibseln der Mandeln nach dem Oehlpressen, mit etwas gewöhnlichem leimvermischt, ein gutes Klebwerk bereiten könne. Man läßt nehmlich den leim in ko,chendem Wasser auflösen, und giebt so viel Mandelkleye hinzu, als nöthig ist, um einefeste aber dennoch sehr geschmeidige Masse daraus zu machen. Man kann damit allerleyGefäße bekleiden, es läßt sich durch das Wasser wieder leicht losmachen, und dieses Kleb»wert hat noch den Vorzug vor andern , daß bey dem Gebrauche desselben die Gefäßeeben nicht trocken seyn dürfen.

Die bittern Mandeln kommen an Farbe und Form ganz mit den süßenMandeln iiberein, nur allein durch ihren sehr bittern, eben nicht unangenehmen Geschmacksind sie von ihnen unterschieden. Wir erhalten sie größtentheils aus Apulien und Sici»lien, und sie werden bey uns zu mancherley Zwecken verwendet. Vor allem sind sie ihrergiftigen Beschaffenheit wegen melkwürdig. Pferde, Wölfe, Füchse, Katzen, Hunde,Hühner, Tauben und andere Vögel sterben, wie mehrere Erfahrungen beweisen ") von

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