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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
Seite
219
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lum und ^tol^, vorkommen, von tudwig und linne aber unter ein gemeinschaftli-ches Genus stauch ^,!1iurn) gebracht wurden, zählt man in der 14. Ausgabe des tin-neischen Pstanzensystems von Murray, zwey und vierzig Arten. Hr. Willde,uow aber hat drey und fünfzig, darunter kommen folgende als neu aufgenommenevor : wohlriechendes tauch ( Milium luaveolens), aus dem Oesterreichischen;schiefstieliges (^. clestexum), dessen Vaterland noch unbekannt ist; illyrisches(H.. ill^ricum), aus IUnrien; geruchloses (^. inoclarum), aus Carolina; ge-streiftes ^. liriatum), vom Vorgebirge der guten Hoffnung; narcissenbliithi-ges (^.. n^rcillillorum), auf den Gebirgen im südlichen Frankreich; piemontesi-sches (^. peclemontanum), aus Piemont; clusisches (^. cluNanuin), ausdem mittägigen Europa; dreysaamiges (^. tricoccurn ), aus Nordamerika; stel-lersckes (^. liellenÄnuln), aus Sibirien ; haarblättriges (^. ca^ill^re),aus Valencia; und westindisches tauch (^. ßracile), aus Iamaica.

Alle taucharten sind ausdaurende, mit knolligen zwiebelartigen Wurzeln ver-sehene Gewächse, welche in allen Welttheilen zerstreut wachsen, und theils in der Kü-che , theils in der Heilkunst gebraucht werden. Aber auch die ursprünglich ausländischenund am meisten gebräuchlichen taucharten sind bey uns schon so gemein geworden, daßes jetzt sehr schwer hält ihr eigentliches Vaterland zu bestimmen, indem einige dersel»ben, durch ein zufälliges Vertragen des Saamcns, selbst in unsern Gegenden hier undda, als wildwachsend, angetroffen werden. Man macht bey den taucharten nochvier Unterabtheilungen; indem man sie nehmlich in solche abtheilet, die fla-che Stengelblätter und eine kapseltragende Blumendolde haben, wor-unter die dreyzeh» ersten Arten gehören; in solche, welche flache Stengelblätterund zwiebeltragende Blumenschirme haben, worunter vier; in solche, welcherunde Stengelblätter und eine kapseltragende Blumendolde haben,worunter zehn; und in solche,welche Wurzelblätter und einen nackten Schafthaben, worunter dann alle übrigen Arten gehören. Uebrigens giebt es von den tauch-arten, welche in der Küche gebraucht werden, da sie durch die Cultur sehr mannigfal-tig verändert wurden, in Betreff der Farbe, der Form und des Geschmackes der Zwie-beln eine Menge Varietäten, deren Namen und genaue Unterscheidung abergrößcentheils noch sehr unbestimmt und unrichtig angegeben sind: so zwar, daß nichtnur allein einzelne Varietäten, sondern auch eigene Arten in manchen Gegenden oft ei-nerlei) Namen fuhren, und daher häufig mit einander verwechselt werden. Wir wol-len jetzt die vorzüglichsten der gebräuchlichen taucharten nach alphcchetifther Ordnung, ein-zeln abhandeln.

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