Druckschrift 
3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
Seite
220
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

22t»

^/ ^ 5 ^ l/ ^/.

^I^IUi^ ^3c:^I.0^icuiVI, Schalotte; od« tauch mit einem nackte«runden Schafte, mit pfriemenförmigen Blättern, mit einer kugelförmigen Blumendolde,und mit Staubfäden, welche drey lange Spitzen haben. (Mium lcgpc» nu6o tereti,luüi» luduwtig, urndeUa Zlobosa, Kaminibu« tricu^iciatis.) Man sehe die262. Tafel.

Sie heißtauch: Schlotte; Scharlotte; Aschlauck;Aescklauch; Eßlauck; Schlottenzwie-beln; Wintcrzwiebeln. tat. bey Tragus l^epa lierili»; bey Matthiol Oepa alca.lonica; bey C. Bauhin l^epa I^emiiliz, leu l^lierna; im Kort, clissorr. lüepa,ldIÜ3 luduwtiz, ra6icil)u5 odlonßi« conIlabatiZ. Fanz. TckÄlotte; ^il lie-rile; ^c^loißne; petita. Engl, ascgloniÄN (ZgiUK; Llciialat; 5ii»Not;Million!;; 8cal!iui,5. Ital..3c5l0ßni; cipolle malißs; ^lcgloZne; 5c«l.

loßne. Span, (^edollg, ascaloniH; Lsc^lona; clralote. Port. DeKalora. __

Holt. (ÜKaloue. Dan. skalutlüßen; äKZiotten. Schweb. (^Äluttenlölc:ciiÄilultenIüK. Böhm. 0l»lt»^cti. Ungr. lVIo^nro-Kg^vm^.

Man findet diese lauchart, welche ihren Namen von Ascala oder Ascalon,einer Stadt im gelobten tande, erhalten hat, nach Hassellquist, in Palästina wildwachsend; bey uns wird sie häufig in Gärten gezogen. Sie ist ausdauernd, und blühtäußerst selten in unser» Gegenden; denn selbst die Kräuterkenner haben, erst in neue,ren Zeiten ihre Blüthe, aus dem Vaterlande dieser Pflanze erhalten.

Die Wurzel endigt sich meistens nur in einen Kopf oder in eine einzige Bolle,von der zahlreiche braune Wurzelfasern auslaufen; seltener sind mehrere Hauptbollen zu-gegen. Eine jede von diesen Zwiebeln hat unter einem braunlichen Häucchen mehrerekleinere Zwiebeln oder Vollen, die einen angenehmer« Geruch und einen weniger schar-fen Geschmack, als die gemeinen Zwiebeln haben. Das übrige Ansehen der Pflanze,kommt beynahe mit dem Schnittlauch Milium 8c!loenoj,raluln ) überein: DerSchaft nehmlich ist ziemlich nackt, rund, einer Spanne lang und darüber; die Blu-menscheide häutig; die Dolde kugelrund, und hat Blumen wie der Schnittlauch, nuretwas kleiner; die Blumenblätter sind aufrecht, eyrund-lanzettförmig, blau, miteiner schwarzblaucn Rückenschärfe; die Staubfäden sind so lang als die Blumen-blätter, und eines um das andere immer weckselsweise sehr breit, an der Spitze drey-mal gespalten; die Staubbeutel sind gelb, und der Griffel hat eine abgestumpfteNarbe.

Man gebraucht die Bollen oder Zwiebeln dieser tauchart, welch« einen, ausder gemeinen Zwiebel und dem Knoblauche gemischten, aber angenehmern, nicht sodurckdringenden uno sckaifen Geruch und Geschmack besitzen, als Gewürz, häusig i«der liücke. Vorzüglich im FlühÜnge, ehe noch die andern Zwiebelsorten ihre gehörigeGröße haben, weroen sie j" ver>chiedenen Fleischspeisen, Saucen und ähnlichen Ge-