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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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192
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heie nachtheilig; doch Hr. Ehrhart ') will versichern, daß davon kein Schade verur-sacht werde. Allein wenn gleich die Schädlichkeit des schwarzen Ackerkiimmels nicht sooffenbar bewiesen werden kann, da ihn doch sein bitterer und scharfer Geschmack gewißverdächtig macht, so wird er doch, weil er weniger mehlige und nahrhafte Bestandtheileals das Getreide, enthält, wenn er in zu großer Menge bengemischt ist, immer einschlechtes Nahrungsmittel abgeben, und ein solches Brod, wie He. Hofrath Frank «)sich ausdrückt, den hungrigen Armen um die Hälfte der gesuchten Erquickung betrügen. Uebrigens aber will man beobachtet haben Z), das;, wenn Kornraden in einer grl^ßern Quantität unter das Malz gemischt ist, das davon gebraute Bier sauer werde -und Hr. Vlumhof in Göttingen 4) soll sogar beobachtet haben, daß er dem Vieheäußerst schädlich wäre. Man wird also, dem bereits Gesagten zufolge, keiner zu gro-ßen Aengstlichkeit beschuldigt werden können, wenn man die Unschädlichkeit des Kornra-densaamens nicht so ganz als erwiesen annimmt, sondern vielmehr sorgfältig bemühtist, das Getreid, so viel möglich, davon rein zu erhalten.

Was seinen Nutzen betrifft, so liefern die Blumen etwas Stoff zuWachs, und seine Saamen sollen zum Branntweinbrennen gebraucht, auch dar-aus ein gutes Puder verfertigt werden können. Endlich machten auch die Acrzte invorigen Zeiten in der Heilkunst davon Gebranch. Den Saamen rühmten sie alsein eröffnendes, den Harn und die monatliche Reinigung beförderndes Mittel- die ab-gesottenen Blätter sollten, äußerlich gebraucht, Geschwülste zcrcheiien, bösartige undtiefe Geschwüre reinig:«, trocknen und heilen: auch bey verschiedenen Krankheiten der Hautmit Vortheil gebraucht werden können; von den frisch ausgegrabenen Wurzeln glaubteman sogar, daß sie, unter die Zunge gelegt, Blucstüsse zu stillen im Stande wären Z).Pauli und Sennert wollen in nördlichen Gegenden mit dem Kornraden Wunder ge-than haben; allein die Erfahrung, der ächte Probierstein der Wirksamkeit der Arzney,mittel, hat dieses übertriebene tob nicht nur allein längst schon widerlegt, sondern viel-mehr die gänzliche Unwirksamkeit desselben bewiesen, weswegen er auch heut ju Taggar nicht mehr gebraucht wird.

») Oekonomische Pflanzenhisiorie, 8> Theil, Seite »oZ.

«) Medicinischt Polizep III. Band, Seite 223.

2^) Rcichsanzeiger; Gotha, a. d. I. i8«l. 5sum. Z05. Seite 3995. EbendaselbstI^lum. Z^5. Seite 4376. wirb ein Mittel angegeben, wie man diesem Sauerwerden vor-beugen, und wenn es schon geschehen, demselben abhelfen könne»

4) b8> Anzeige der Leipziger ökonomischen Societät, von der Ostermesse 1797.

z) ^ü«m. ^ÄsKie^icL üill, listen« pliarmaca rsZm vegetabil.z. Vwäod. »775. P. 14!«