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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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191
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tum. Franz. Melle ^esblesj laulle ^ielle; l^ielle batar^e; (^ariäelle;I^ampette ^elle; l^er^esu, Oeillet lÄuv»ze. Engl, dorn. rote; Oampion;l^ociile; lüoclile > vv^enci; Ooccel; lüocls. Ital. Litlajoue; 6itter0ne; <Iit»tone; t^itn; Melantio; lVIelantro; I^iZell«. Holl. zw^rte lioornxlam;Koornraoz ; l^eZeldlueni; LolcieriK. Dan. lilinte. Schwed. liliitt;lilint,; liöllklint; 3latt. Span. Neguill«; l^le^uillon; ^jenux. Port.Ni^ella; ^xenux. Russ. liukol; XuKIowaM trawa. Böhm. XnKolva6otx. Ungr. XonKo!^.

Man findet dieses jahrige Gewächs häufig unter dem Getreide, vorzüglich un,ter dem Weizen und Rocken, in ganz Europa; es blüht im Iunius und Julius, of<ters auck schon im May.

Die Wurzel ist spindelförmig, mit Fasern versehen, von aussen schmutzigblaßgelb, von innen weiß. Der Stengel ist bis anderthalb Fuß hoch, rund, ästig,ganz mit Haaren besetzt, hellgrün. Die Blätter sind lang, sckmal, linienförmigspitzig, mit häusigen feinen Haaren besetzt, sie stehen einander gegenüber, und habenkeine Stiele; auf ihrer obern Fläche sind sie hellgrün, an der untern weißgrau, und«ine weißlichte Rippe lauft der länge nach hindurch. Die Blumen stehen einzeln auden Enden der Zweige, sie sind.nelkenähnlich, haben eine schön violette ins Röchlichtespielende Farbe; die zahnförmigen (appen des Kelches stehen zur Hälfte über die Blu-menkrone hinaus. Die Saamen sind schwarz von Farbe, eckig, den Sckwarzkümmelsaamen ähnlich; sie haben gar keinen Geruch, aber einen bittern Geschmack.

Der Kornraden wird, obschon seine Blumen ein ziemliches Ansehen haben,keinesweges in Gärten gezogen, indem er ohnehin sehr häufig auf den gepflügten Fel»dern wild wachsend gefunden wird. Unter dem Getreide macht er ungemein Schaden,weil er sich, wie jeocs andere lästige Unkraut leicht vermehrt, und beynahe nichtmehr auszurotten ist. Seine Saamen verunreinigen den zur künftigen Aussaat bestimm-ten Getreidsaamen, und so wird dieses unnütze Gewächs zugleich immer wieder mit demguten Saamen gcsäet und zum Nachtheil des landmannes fortgepflanzt. Das einzigeMittel diesem Uebel zuvorzukommen besteht wohl bloß allein darin, daß nur reines Saa-niengetreide, worunter sich keine Kornradensaamen befinden, zum Aussäen gebrauchtwerden soll.

Der Saame des Kornraden wird zugleich mit dem Getreide reif, folglich mitdemselben auch gemeinschaftlich gedroschen, in die Mühle gebracht, und als Mehl zuBrod gebacken oder zur Bereitung anderer Speisen verbraucht. Wenn beym Ausdrosehen zuviel Radensaame unter das Getreide gekommen ist, so wird das Mehl bläulicheund das Brod davon etwas schwärzlich; zugleich erhalt letzteres einen etwas bittern undscharfen Geschmack. Einige Schriftsteller halten «in solches Mehl und Brod der Gesund,