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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
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189
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g5n ficß «it scharfen Dornen, die Einkerbungen an denselben sind viel schärfer j und so-wohl die gelben Blumen als auch die Blätter, haben vorzüglich wenn' sie gerieben wer-den , einen angenehmen starken Geruch 3). Diese Varietät ist ebenfalls in Italien zuHause, und ihre Blätter geben einen wohlschmeckenden und angenehm riechenden Thee,,der Fieberpatienten, als ein kühlendes Getränk, gut bekommen soll.

Diese beyden Varietäten werden der Abwechselung wegen, und die letz^tere noch insbesondere wegen ihres angenehmen Geruches, in Gärten gezogen. Siesind dauerhafte perennirende Pfianzen, welche so wie die Hauptart auf jedem Bode«und in allen lagen sehr gut fortkommen, auch weiter keine andere sorgfältige Wartungerfordern, als daß man sie vor dem llnkraute verwahret, und wenn es nöthig ist, ge>hörig begießt. Die Vermehrung der Hauptart und ihrer Varietäten geschieht w>wohl durch das Jerrheilen der Wurzeln, als auch durch den Saamen; er»steres muß im Herbste, wenn die Blätter schon abgefallen sind, vorgenommen werde»,damit die Pflanzen noch vor dem künftigen Frühlinge gut Wurzel fassen können. Eini-ge pflegen das Zertheilen der Wurzeln zwar auch im März vorzunehmen, allein manist dabey der Gefahr ausgesetzt, daß mehrere der ausgesetzten Pflanzen zu Grunde ge-hen. Will man sie nach der zweyten Methode durch den Saamen fortpflanzen, so mußder Saame im Herbste ausgestiet werden, denn wenn er bis im Frühlinge außer derErde bleibt, so hat man selten Hoffnung, daß er noch in diesem Jahre zum Vorscheinkommt. Die jungen Pflänzchen werden beym Versetzen z.vey Fuß weit von einander indie Erde gebracht, damit ihre Wurzeln hinlänglich Platz bekommen, um sich ausbrei,ten zu können^ in welchem Falle sie auch viel buschichter werden, und der zahlreicherenBlühten wegen ei»l schöneres Ansehen bekommen. Man benutzt sie zu Parterre«, Blu-menbeeten und ähnlichen Anlagen.

Raden.

^^ieses Pflanzengeschlecht, welches die meisten altern Schriftsteller mit der Gattunglichtröschen (I^cKni8) vereinigten, ist vom Ritter linne und van Royen da-von getrennt, und daraus eine besondere Gattung gemacht worden. Diese Gcwächs-galtung gehört in die lo. Klasse und in die H. Ordnung, weil die Blumen der-

t) Herr Willdenow macht eine eigene Art daraus, und beschreibt sie; ^ßlimonia flucti,duz lnipicü», kulii« pinnaliz, taliulis «blonzi«, inleriarilillz äiminutiz, ^el^Usc»l^cs 6uz)i<i lonIlurilius; nach ^,it, Ke^v. 2. p. izo.