gen vieler ?lerzte und Naturforscher habe» dicß zur Genüge bewiesen; MatthiolusMiller, Hünerwolff, Hain, Bonet, Moräus u. m. a. bestattigten durchBeyspiele aus ihrer eigenen Erfahrung die schädlichen Wirkungen derselben zur Genii-ge. Um nur einiger aus ihnen zu erwähnen, so erzählet uns Vincent Vacon 4);daß in England eine unerfahrne Person einige Wurzeln dieses Gewächses anstatt der Sel-ten unter den Salat gemischt, und damit zwei) Personen vergiftet habe, von denen nurdie eine, und zwar mit großer Mühe, gerettet werden konnte, die andere aber das le-ben dabey einbüßte. Auch bey Ventils) lieset man eine Geschichte von einem verwe-genen Apotheker, der sich auf sein Gegengift zu dreist verließ, und gegen die Warnungdes Gärtners von dieser Pstanze aß, worauf er dann halb todt zum Garten hinausge-tragen werden mußte. Selbst durch das längere Halten oder Tragen in der blossenHand soll es schädlich geworden seyn 6); He^r von Haller will dieß hingegen garnicht zugeben, sondern er sucht vielmehr aus der Erfahrung an seiner eigenen Person dasGegentheil zu beweisen. Von der andern Seite aber erzählt ein glaubwürdiger Zeuge,Herr Erhart, in seiner ökonomischen Pfianzenhistorie: daß als er diese Art Sturmhut,zur Zeit ihrer schönsten Blüche gesammelt, und beständig in einer Hand beysammen ge,halten, sich ein schmerzhaftes Spannen in dem Arme geäußert habe; nach geendigterSammlung aber, als er die giftige Beute in den Kräutersack stecken wollte, fand er dieNägel an derselben Hand ganz blau, und er sah vorn zwischen denselben etwas Bluthervordringen. — Auch die Ausdünstung dieses Gewächses äußert schädliche Wirkungenauf den Menicben; ße verursacht Schwindel, Schwachheit, Bangigkeiten, Ohnmächten;und sogir der Dumpf der brennenden Manze soll nach einigen Beobachtungen nachtheiligeFolgen für die Gesundheit haben. Inzwischen hat man doch auch von der andern Sei-te Beyspiele, daß die Ausdünstungen des Bergstunnhuts weder dem Viehe noch de«Menschen immer und allenthalben geschadet haben, wie auch Herr von H aller 7)an seinem eigenen Beyspiele bewies. — Endlich bemerken noch Einige, daß der Blumen-stand, welcher beym Riechen in die Nase gezogen wird, ein heftiges und anhaltendesNiesen verursache.
^ Im XXXVIII. Vande der englischen Transaktionen, V5N dem Jahre »734. Nro. 452.Seit. 287—29l.
6) Dr«y Beispiel: davon findet man in den Abhandlungen der kaiftrl. Akademie der Na-turforscher aufgezeichnet, und zwar: Deca^.I. ann. I, oblerv. 22Z. — Nec^6. II. ann. 5.odlerv. 2?.— Uec^cl, III. ann. 10. udlerv. 92. — und OsMur. VII, oblerv. 4.
7) Hiu'or. 8<^rp. Nelvet. I'oui, II. z?2Z, 92.