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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
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^en sich zuletzt in eine Rispe; er ist übrigens aufreckt, fest, rund, glatt, dickbelaubtund blumenreich. Die Blätter stehen wechselsweise; die obern haben keine Stiele,sondern sitzen unmittelbar auf dem Stengel auf; die untern sind mit Stielen vershrn;auf der obern Flache haben sie eine dunkelgrüne, glänzende,, auf der untern eine blaß-grüne Farbe; sie sind überdies fest, breit, in mehrere keilförmige, ans einander ge,sperrte, eingeschnittene und spitzige läppen getheilt. Die mit Stielen versehenen Blättersind lief in fünf Wappen abgetheilt, und ein jeder dieser tappen hat wieder drey läng-lichte, breite und am Rande gezahnte Einschnitte. Die Blumen bilden lockere Blu-menähren oder aufrccktstehende, in mehrere Aeste getheilte Blumentrauben, welche ausden Winkeln der Blätter hervorkommen, und sie sitzen auf eigenen, zuweilen einen Zolllangen, meistens in mehrere kleine Aeste geseilten Stielen in großer Anzahl bepsam-men. Ihre Farbe ist hellblau, hier und da grün fchattirt, oder mehr in das Rothvio-lette spielend. Das obere hohle Blumenblatt ist lang verzogen, kegelförmig cibge-rundet. Der Blumenstiel ist glatt und viel länger als dey den übrigen Arten. Einejede Blume hat bald drcy bald fünf Sraubwege, und nach der Anzahl derselben bildensich bald drey bald ^iinf trockene Sa a menge Hause, deren jedes nur aus einem Stü-cke besteht, und viele schwarze, rauhe, beynatze viereckige Saamen enthält. Uebri-gens ist die Form dieser Pflanze nicht immer beständig, sondern sie varirt, so daß siein niedrigen schattigen und feuchten Gegenden einen sehr hohen, ästigen Stengel treibt;die tappen der Blätter sind unter diesen Umständen weniger tief eingeschnitten, die Ein-risse kürzer und breiter; die Blumen sind an den Trauben weniger zahlreich, sie ste-hen weiter von einander abgesondert, und haben eme blaßblaue Farbe. In Hohen undder Sonne ausgcseHlcn Gegenden aber ist der Stengel kürzer, weniger ästig, die lap,pen der Blätter sind tiefer eingeschnitten, die Einrisse schmäler, die Blumentraubendichter und mit zahlreichern Blumen von dunkelblauer Farbe besetzt. «) Es kann daherder Unterschied: uehmlich, dasi benm giftigen Scurmhut Aconitum (^rnmÄlurn) derHelm der Blumenklone eine verlängerte Spitze habe, überhaupt auch länger, die Blu-mentraube Hingegen kürzer, und die Farbe der Blumen Heller sey, als beym eigentlichenEisenhütchen (H. ^apelluz), nicht als zuverläßig angenommen werden, obschon ihnHerr Murray 3) dafür anzunehmen scheint.

Diese ganze Pflanze und vorzüglich die saftige Wurzel hat einen bren-nenden, sehr scharfen und beißenden Geschmack; und sie gehört unter die am heftigstenwirksamen und schädlichsten Gewächse für Menschen und Thierc. Häufige Erfahrun-

2) Null 8^nopli5 plantai-um in ^U8tria öic. crezcentiuni. VincladonZe 1797, F. P2Z, 2yI.Z) liinllä 5Meina veZetabiUum, eclitio äeeima <iuarta curaute ^lui-ia^. pgZ. 504.