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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
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Der Stengel ist aufrecht, ungefähr anderthalb, selten zwey bis drey Fuß hoch, eckig,etwas mit Haaren besetzt, hohl, unten ganz einfach; oberhalb, wo er röthlich, mitmehreren Steifen, Furchen und Haaren besetzt ist, theilt er sich in verschiedene Neben-stengel ab, die ganz kurz sind, und sich wieder in mehrere Blumenstiele zerthcilen. —Die Blätter sind dunkelgrün; von verschied ner iänge, schmal, doppelt gefiedert,ungestielt, etwas Hanta, besonoees auf der Rückseite; ihre läppen sind sehr fein, undendigen sich in eine Spitze. Sie sitzen in abwechselnden Reihen ohne eine bestimmteOrdnung, bald einzeln, bald paarweise, balo mehrere an einer Stelle aus dem Stengel,und in den Winkeln der Blätter stehen meistens noch etwas kleinere Blättchen. In derMitte des Stammes sind die Blätter höchstens zwey Zoll lang, an den Enden der Zwei-ge ungleich kürzer; aber tief unten am Stamme, nahe bey der Erde, sind sie oft einenhalben Fuß lang. — Die kleinen Blumen, welche vom May bis zum August zusehen sind, stehen an den Gipfeln der Zweige auf dünnen Stielen, die hier und da miteinigen Päckchen Blättern besetzt sind, und bilden flache Slräußer, die mit den Blumen-schirmen eine Aehnlichkeit haben. Die Blumenknöpfchen sind eyrund, mit grünlichenglatten K.lckschuppen, die am Rande häutig und bräunlich sind, versehen. Die Blumen-krone ist zusammengesetzt, strahlenförmig und stach; die Zwitterblümchen, welche sich aufder Scheibe befinden, sind gelblich, die weiblichen oder Halbblümchen des Strahls sindweiß, kurz, nicht häufig, gewöhnlich nur fünf an der Zahl, und an der Spitze zweymal etwas eingekerbt. — Die Saamentörner sind dem Chamillensaamen ähnlich, undwerden im August und September reif. — Alle Theile dieser Pflanze, vorzüglich dieBlätter, haben einen schwachen, nicht unangenehmen, balsamischen Geruch, der sich et,was dem Schimmel nähert; und einen bitterlichen, würzhaften, etwas zusammenziehen«den Geschmack.

Von der Schafgarbe haben wir auch mehrere Spielarten, von denenbey uns eine mit fleischfarben, eine mit purpurrothen, und in Frankreich eine mit schönenganz goldgelben Blumen bekannt ist.

In Gärten wird die gemeine weiße Schafgarbe gar nicht gezogen, außer manKätte die Absicht, einen wüsten Platz vorstellen zu wollen; dafür aber verdienen vorzüglichdie rothen Varietäten, die sich mit ihren schönen Blumen gut ausnehmen, inRabatten oder aufBlumenbeeten einen Platz; zu Winterscenen sind sie besonders geeignet,weil sie auch den Winter hindurch grün bleiben. Man kann sie sowohl durch den Saamenals auch durch die Zertheilung der Wurzeln sehr leicht vermehren, und haben weiterkeine sonderliche Pflege nothwendig. Das öftere Versetzen vertragen sie sehr gut, undwerden daduch immer schöner, buschiger, hauptsächlich wenn man zu verhindern sucht,daß sich ihre Wurzeln nicht zu sehr ausbreiten.

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