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Centuria 2 (1780)
Entstehung
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Vorrede.

Bey dem Anfange des Werks fiel mir ganz lvot lderGedanke bey, (den der Erfurtische Herr Recensent äus-serte) ob ich eine Auswahl der Arzneygewächse- machen,oder lieber auf eine möglichst vollständige Sammlungdenken sollte ? Ich befragte verschiedene Freunde/ und ih-re Antworten waren eben so verschieden. Ich weiß ausso manchen eigenen chymifchen Versuchen, wie so viel«Pflanzen ohne Geruch und Geschmack, unter der Zahl derArzneygewächse stehen, die es nicht verdienen; aber ich weißauch, daß man noch gar nicht über die Anzahl, und dieAuswahl der Gewächse, gleichförmig denkt. Noch kommtdazu, daß der Apothecker die Producta des Pflanzenreichsnicht für den Arzt allein herlegen darf, sondern alles ha-ben muß, was jeder Vieharzt, Scharfrichter oder jedesölte Weib verlangt, will er anders den Ruhm seiner Apo-thecke erhalten. Er soll sie also kennen, wenn er sich an-ders einer bessern Kenntnis der Arzneygewächse will rüh-men können, als ein Kräuterweib. Es würde auch schwerhalten, gerade zu die zur Auswahl bestimmte Gewächse, inder Natur, bey der Hand zu haben.

Da ich das Werk in mehr als einer Absicht, brauch-bar zu machen wünschte, so habe ich immer gesorgt ausverschiedenen Klassen Pflanzen zu wählen, um Beispie-le vor sich zu haben. Kopien der ausländischen sollennur nach und nach eingerückt werden. Was aber immermöglich ist, werde ich (so ferne es in meiner Pflanzen-reichen Gegend nicht wild wachst) in meinem Garten er-ziehen, und was unser Klima (das in den meisten Win-tern, wenigstens etliche Tage 18 22 Grad Kälte un-ter ° nach K?2umur erreicht) nicht im Freyen zu ziehenerlaubt, dazu stehet mir das schöne Gewächshaus des

benach-