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Vorrede.
gen, bey welchen die Geschlecktstheile bemerkt und zer-gliedert sind, mit dem Linne in der Hand, sich anPcnspie-lm aus allen Klassen, Fertigkeit (auch ohne Anweisung) zuverschassen, ist allerdings möglich. Diß ist die Ursache,warum ich bey Beschreibung der Pflanzen so kurz bin.Wer die Kosten auf dieses Werk Verwender, der laßt wolden Linne nicht zurück. Die Kräfte und WürknnZen derArzneygewächse, über welche ohnehin noch eine ungemeineVerschiedenheit der Meynungen herrscht, fand ich nichtrathsam beizufügen; theils, um nicht den, auf eben sokostbares Papier als die Pflanzen, gedruckten Text zu ver-größern, theils um nicht den deutschen Linne und die Phar-makopoen so blindlings abzuschreiben. Eber wünsche ichdurch ein mit Sorgfalt verfertigtes Realregister über dieArzneygewächse dieses nachzuholen, wozu ich bey der ge-neigten Unterstützung unsers Einsichtsvollen StadtarztesHerrn v. Mellin gegründete Hofnung schöpfen darf.
Daß ich die Linneischcn Trivialnahmen auf die Ta?bellen setzen lasse, dürfte wol keiner Entschuldigung brau-chen. Meine Herren Kollegen hoffe ich nicht dadurch zuverwirren, sondern wünsche mit manchem klugdcnken-den derselben, daß diese, statt der/ so oft verwirrenden,Synonymen officinell würden.
Ich würde, obne einen besonders günstigen Um-stand, diese Arbeit nicht unternommen, sondern sie lie-ber in bessere Hände gewünscht haben. Ichmeyne, dasGlück, einen Maler an der Hand zu haben, in dem sichalle erwünschte Eigenschaften zu vereinigen scheinen. Beyeinem besonders glücklichen Genie die Natur zu treffen,studiert er den Linne selbst, und zergliedert und verbindeteine ihm so wol zu statten kommende Theorie mit seiner
Kunst